Reisebericht: Stopover in Singapur - Reiseberichte von Hawaii und anderen Trauminseln

Maui Hookipa Strand

Reiseberichte von Paul Tresselt

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Reisebericht: Stopover in Singapur

Reiseberichte
Reisebericht:  Stopover in Singapur auf dem Wege von oder nach Bali              
Wenn man von   Deutschland nach Bali fliegen will, ist ein Umsteigen irgendwo auf der Welt notwendig, denn   Denpasar wird von Deutschland aus nicht direkt angeflogen.
Wir haben im   Herbst 2013 Bali - die Insel der Götter besucht und sind mit Singapore   Airlines geflogen, weil das die günstigste Verbindung war. Wir wollten   nämlich gleichzeitig auch nach Lombok und von dort flog wiederum Silk   Air, eine Partnergesellschaft von Singapore Airlines nach Singapur   zurück.

Donnerstag, 3.10.2013
Nach unserem Start in Frankfurt mit   Singapore Airlines  landen wir nach 12 1/2 Stunden und ruhigem Flug   in Singapur. 26°C sind es hier schon morgens um 06:35 Uhr. Die Bullaugen   beschlagen sofort von der Luftfeuchtigkeit.
Der Flughafen ist nicht umsonst einer der schönsten der Welt:   Orchideengärten empfangen uns; überall auf den Gängen blüht es,   dazwischen gibt es farblich gestaltete Ruhezonen und Sanctuarien, das   sind kleine Ökobereiche mit Pflanzen, Blumen, Wasserspielen und   Sitzmöglichkeiten.
 
Neben bequemen gepolsterten Sesseln an den Gates und in den   Wartebereichen finden wir sogar Liegen. Wir sind total begeistert und   probieren sie sofort aus, denn unser Weiterflug nach Kuala Lumpur geht   erst in einer Stunde. Wer also hier in Singapur auf dem Wege nach Bali   direkt weiterfliegen will, ist gut beraten, sich auf die Suche nach den   Gates zu machen, wo solche Liegen zu finden sind. Die Gates selbst   werden nämlich in Singapur erst 60 Minuten vor Abflug geöffnet. Und dort   ist es dann ziemlich kühl.
Singapur ist aber viel zu schade, um direkt weiterzufliegen. Man sollte   schon drei Tage einplanen, um diese einzigartige Stadt zu besuchen.
Wir sind von hier aus nach Kuala Lumpur weiter geflogen und von dort nach   Bali und anschließend nach Lombok, weil wir erst auf dem Rückweg unseren Stopover in   Singapur machen wollten. Wenn Sie also unsere Erlebnisse von dort lesen wollen, dann klicken Sie einen der folgenden Links an:
Kuala Lumpur        -            Bali und Lombok
Ansonsten geht es hier weiter nach Singapur
Singapur

Überall blühen Orchideen und tropische Pflanzen. Die Sauberkeit von   Singapur wird bereits an der Immigration zelebriert: Dem ankommenden   Fluggast werden Erfrischungsbonbons angeboten und für das Bonbonpapier   steht sofort daneben eine kleine Schale mit dezentem Hinweis bereit. In   der Ankunftshalle gibt es Stadtpläne und viele Informationen, sodass wir   uns erst einmal in Ruhe umschauen. Danach tauschen wir etwas Geld um.   Ein Singapur -Dollar (S$) entspricht etwa 60 Eurocents. Das ist schon   einmal nicht schlecht.
Was uns dann sofort auffällt, sind die geregelten Taxipreise und keine   Taxi-Mafia am Ausgang. Wir fragen nämlich erst einmal an der Infotheke,   was so ein Taxi vom Flughafen zum City Centre kostet. Man antwortet uns,   ca. 20 S$. Und tatsächlich will der Fahrer nach der halbstündigen Fahrt   auch nur die auf dem Taxameter angezeigten 18,67 S$  für die 26 km   haben. Wir geben ihm die 20 S$  (= 12 € ) und sind sehr zufrieden   mit den günstigen Taxipreisen hier. Es ist zwar teuerer als in Bali oder Lombok, aber verglichen mit den   Preisen in Deutschland immer noch billig. Und jeder spricht Englisch -   wunderbar! Die Straßenschilder sind in englischer Sprache und unser   Taxifahrer erzählt uns, dass Trinkgelder hier nicht üblich sind.

Die Straßen sind total sauber, es gibt keinen Stau und die   Verkehrsdisziplin ist super - auch von den Fußgängern. Es ist eine total   andere Welt, ganz anders als sonst in Indonesien. Hier sind wir wieder   in zivilisierten Gefilden. Alles läuft hier ehrlich und mit Taxameter.   Es wird nicht mehr gehandelt und nicht mehr gepfuscht.
Wir werden im Conrad Centennial gebührend empfangen und bekommen   aufgrund unserer Honors Mitgliedschaft ein kostenloses Upgrade auf den   Business Floor.
So haben wir vom 22. Stock einen schönen Blick auf die   Marina Bay und sind total erstaunt, was sich hier alles verändert hat,   seit wir vor acht Jahren hier waren. Das Ritz Carlton, in dem wir damals   wohnten, liegt links neben uns und das Mandarin Oriental davor. Aber die   Marina Bay sieht ganz anders aus. Überragt wird alles von dem "Flyer",   dem 165 m hohen Riesenrad , das wir auf der linken Seite sehen, wenn wir   aus dem Fenster schauen. Darunter verläuft die neue Autobahn und auch   die Formel-1-Rennstrecke.

Der Singapur Flyer vom Fenster des Conrad Centennial aus   gesehen
Alles sieht sehr imposant aus. Man möchte am liebsten gleich aufs   Riesenrad und die Skyline der Stadt von oben sehen. Aber zunächst   einmal nehmen wir uns die Stadtpläne und Prospekte vor, die wir am   Flughafen mitgenommen haben. In jedem Fall haben wir mit dem Conrad Centennial Hotel keine schlechte Wahl getroffen, denn   es liegt sehr günstig an der Marina Bay und wir können viele   Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen. Einrichtung und Service des   Hotels sind hervorragend. Ich habe eine Beurteilung des Hotels im Tripadvisor und auch bei Holidaycheck geschrieben. Dort finden Sie nähere   Einzelheiten.
Wir beschließen, morgen mit dem Hop on - Hop off - Bus eine   Stadtrundfahrt zu machen. Nach einem Ruhestündchen erkunden wir erst   einmal die Umgebung des Hotels. Vor dem Eingang des Hotels kommt man   direkt auf den großen Platz mit dem Brunnen "Quelle des Reichtums",   der als größter Brunnen der Welt bezeichnet wird.

Es ist die Mitte   von Syntec City; sie wird eingerahmt von großen Bürotürmen, unter   denen sich eine riesige Mall mit S-Bahn und Metro-Stationen   befindet. Wenn man den Brunnen nur von der Straße aus betrachtet,   ahnt man überhaupt nicht, dass er noch weiter nach unten reicht und   dass eine Etage tiefer die Menschen hinter Glas um den Brunnen   herumsitzen und ihren Cappuccino schlürfen.
Durch den unterirdischen Bereich und viele überdachte Gänge gelangt   man auch in die angrenzende City Mall oder in die  benachbarte   Marina Square Mall. Dadurch kann man nicht nur wunderbar   klimatisiert shoppen gehen, sondern ist auch vor jedem Regenschauer sicher.
 
Wir besorgen uns jedenfalls schon einmal   Getränke in dem erstklassig bestückten und preiswerten Supermarkt   und suchen die Ausgabestelle für die Tickets vom Hop on-Hop off -   Bus für den nächsten Tag. Sie befindet sich direkt vor der   Suntec-City Mall. Danach spazieren wir noch durch die Mall und   suchen uns ein Restaurant zum Abendessen aus. Es sind alle   internationalen Geschmacksrichtungen vertreten, die Preise sind   zivil und wir sind zufrieden, denn wir finden sogar Tony Roma´s und   lassen uns die Baby Back Ribs mit einem kühlen Tiger Bier schmecken.   Das ist wirklich ein Genuss nach 5 Wochen indonesischer Küche.
Inzwischen regnet es, aber wir kommen über die Rolltreppen und durch   die vielen Gänge  - die glücklicherweise viele Hinweisschilder   haben - trocken ins Hotel zurück. Dort erwischt uns ein Kälteschock,   weil der Service die Klimaanlage im Zimmer angeschaltet hat. Alle   Fenster sind beschlagen! Wir frieren und müssen eine warme Dusche   nehmen und das in den Tropen.
Danach studieren wir den Stadtplan für unsere morgige   Stadtbesichtigung.

Das   ist eine Karte von dem Singapore Airlines Hop-on Bus. Sie ist   sehr gut als Überblick geeignet. Die Stellen für eine Besichtigung wichtigen   Stadtteile sind farbig hervorgehoben:
 + Marina Bay
 + Clarke Quay
 + Chinatown
 + Little India
 + Orchard Road
Am Ende der gelben Tour befindet sich der Botanische Garten.


Mittwoch, 6. 11. 2014
Um 9:00 Uhr marschieren wir zur Hippo-Haltestelle, wo wir ein   2-Tagesticket für den Hop-on Hop-off Bus + Flyer + River Cruise für   69 S$ lösen. Gegenüber dem oben genannten SIA Hop-on Bus hat das   Ticket den Vorteil, dass wir unter vier verschiedenen Routen   auswählen können. Außerdem fährt der Bus alle 15-20 Minuten und wir   können an sehr vielen Stellen in einen Bus der anderen Route   umsteigen. Es stehen 43 Haltestellen zur Auswahl und es gibt auf das   Ticket noch einen Sonderrabatt für den Singapore Flyer. Vor allem   aber reizt uns auch die Fahrt über den Singapore River, die   ebenfalls im Preis eingeschlossen ist. Dazu gibt es eine hervorragende Karte, die ich   hier für Sie zum   Download bereit gestellt habe. Diese Karte lässt sich nicht nur  herunterladen und ausdrucken, sondern auch am Bildschirm problemlos vergrößern, sodass alle Details und Sehenswürdigkeiten   gut erkannt werden. Für die Planung eines Stadtrundgangs ist das sehr vorteilhaft.
Vor der Haltestelle warten natürlich auch viele Schulkinder, die einen Ausflug machen. Selbst die Kleinsten haben Spaß an einer Fahrt mit dem Amphibienfahrzeug Wacky Duck, das für 33 S$ (bzw. 23 S$ für Kinder) nicht nur durch die Straßen, sondern auch durch die Marina Bay fährt.
 
Zunächst fahren wir mit dem Bus eine Stunde lang die gelbe Route entlang, damit wir einen Überblick gewinnen. Sie können die Route sehr gut auf der Tourmap verfolgen. Sie führt zunächst zum Singapore Flyer, dem 165 m hohen Riesenrad, das wir uns für später schon einmal vormerken. Danach setzen wir unsere roten Ohrhörer auf, die wir bekommen haben und hören uns die ausführlichen Erklärungen der Reiseführerin an, die in einwandfreiem Deutsch und wählbarer Lautstärke interessante Geschichten über Singapur und die Sehenswürdigkeiten zu erzählen weiß. Man hat die Wahl zwischen dem klimatisierten Innenraum des Busses und dem Oberdeck, das teilweise überdacht ist. Zum Fotografieren ist das ausgezeichnet, weil keine Fensterscheiben dazwischen sind. Hier einige Fotos aus dem Bus:
Nach der Rundtour steigen wir am Singapore Flyer aus und sind   fasziniert von dem Riesenrad mit den 28 großen Gondeln, in denen   wiederum jeweils 28 Personen Platz haben.
 
Die Gondeln bewegen sich ganz langsam und bleiben nicht stehen,   sondern man muss in eine fahrende Gondel einsteigen. Das geht aber problemlos. Glücklichweise ist nicht so viel Betrieb   und die Gondeln sind meist leer. Hinter uns kommt ein japanischer   Reisebus und wir sind froh, mit zwei Franzosen und drei Japanerinnen   in der Gondel zu verschwinden, bevor uns die ersten fernöstlichen   Greise erreichen.   Die   Fahrt mit dem Flyer ist schon ein tolles Erlebnis. Eine Umdrehung dauert etwa 40 Minuten und wir fühlen uns in der  klimatisierten Gondel recht wohl. Ganz langsam steigen wir hoch und staunen über  den 45 km weiten Blick, den man von oben über Singapur und das Meer hat.

Die Formel 1-Rennstrecke unterhalb des Singapore   Flyers. Die 5,4 km lange Strecke, die direkt durch die   Millionenstadt führt, gilt neben der Strecke von Monte Carlo als   eine der interessantesten Rennstrecken der Welt. Hinten rechts sind   die neuen Hallen der Gardens by the Bay zu sehen.

Von   oben kann man man die weitreichenden Landflächen erkennen, die der   Staat Singapur dem Meer abgerungen hat, um darauf neue Wohnhäuser zu   bauen. In den nächsten 30 Jahren soll noch viel mehr Land gewonnen   werden.
Am faszinierendsten aber ist der Blick über die Marina Bay, wenn  sich die Gondel senkt. Hier ein kleines   Video von der Fahrt:
Störend finde ich allerdings den großen Sportplatz, den man in die   Bay hineingebaut hat mit den farbigen Tribünen. Singapur ist jedoch   unheimlich stolz darauf, den größten Fußballplatz der Welt auf dem   Wasser zu besitzen.
Aus 4 Fotos, die ich schnell hintereinander mit meiner kleinen Lumix   T 31 geschossen habe, habe ich dann ein Panoramafoto   zusammengesetzt, auf das ich ganz stolz bin:

Leider ist es durch das grüne Glas der Gondel auch entsprechend gefärbt. Es ist in Wirklichkeit 1,20 m lang und 45 cm hoch und hängt jetzt bei uns zu Hause im Flur als Erinnerung an diesen faszinierenden Blick über die Marina Bay einer einzigartigen Stadt. Ich hätte mir zwar besseres Wetter und eine tolle Beleuchtung mit Sonne gewünscht - aber man kann nicht alles haben.
Anschließend bessert sich das Wetter und wir fahren mit dem Hop-on Hop-off Bus bis zur Clark Quay Jetty, wo wir  mit unserem Ticket eine Rivercruise machen können. Es liegen sehr viele Boote am Ufer und die Fahrt beginnt mit einem jungen Bootsführer, der seine Audioanlage in Betrieb setzt und dann den Singapore River herunter tuckert. Von den Erklärungen in englischer Sprache bekommen wir wegen der schlechten Akustik nicht viel mit, aber die vielen Restaurants am Ufer reizen uns doch sehr, sodass wir beschließen, heute Abend dort einmal entlang zu spazieren. Hier ein kurzes Video:
Das Fantastische an der Riverboat-Tour   ist aber, dass noch ein Schlenker über die Marina Bay gemacht wird,   sodass man von dort aus einen sehr schönen Blick auf das Marina Bay   Sands Hotel hat und die Skyline von Singapur.

Nach unserer Rundfahrt ist es schon   später Nachmittag, als wir am Ufer des Singapur Rivers   zurückspazieren. Im Abendlicht wirkt das Marina Bay Sands Hotel noch   schöner. Es ist mit seinem 340 m langen Dachgarten, dem "Sky-Park"   und den drei Hoteltürmen mit jeweils 55 Stockwerken ein   faszinierender Komplex. Insgesamt ist es mit 191 m Höhe noch höher   als der Singapore Flyer. Wir möchten natürlich in dem Hotel mit 2500   Zimmern nicht wohnen, aber einmal den 146 m langen Infinity-Pool auf   dem Dach besuchen. Das muss schon traumhaft sein, von dort oben auf   die untergehende Sonne und die Skyline von Singapur zu blicken.   Jedenfalls nehmen wir uns das für den nächsten Besuch vor.

Das muschelförmige Gebäude auf der   linken Seite des Bildes ist das Art Science Museum. Es hat die Form   einer Lotusblüte und ein Schiebedach, das bei Regen geschlossen   werden kann.
Nach Sonnenuntergang ist richtig was los am Riverwalk. Das betrifft   sowohl die Terrasse an der Marine Bay wie auch die vielen   Restaurants.
 
Der 8 m hohe "Merlion" ist das Wahrzeichen von Singapur. Das Wort ist zusammengesetzt aus "Mermaid" und "Lion" und bezeichnet die Fantasiefigur, die  in der oberen Hälfte einen Löwen und in der unteren eine Meerjungfrau darstellt. Schließlich bedeutet Singapur ja auch "Löwenstadt".

Viele Geschäftsleute treffen sich zur Happy Hour in den Bars am Boat Quay. Die unzähligen Restaurants auf dieser tropischen Fressmeile bieten Spezialitäten aus allen Küchen dieser Welt an. Man kann sehr deutlich die Geschäftsleute von den Touristen unterscheiden.
Preiswert ist das Essen nur bei den Thais, Indonesiern und Chinesen, die hier ihre Restaurants betreiben. Dazwischen befinden sich japanische und italienische Szenelokale, die ziemlich hohe Preise haben. Wir merken das an der Rechnung, nachdem wir in dem italienischen Restaurant "Operetti" gegessen und bei einem Glas Bier die vorbeifahrenden Boote im Abendlicht beobachtet haben.
Es ist trotzdem eine sehr schöne Atmosphäre hier am Abend, denn es ist nicht mehr so heiß wie am Tag, viele Leute sind unterwegs und die farbige Beleuchtung trägt zur Stimmung bei.

Zwischendurch finden von verschiedenen Punkten aus auch Lasershows statt. Sie lassen sich leider nicht mit einem Foto einfangen.

Donnerstag, 7.11.2013
Mit dem ausgezeichneten Frühstücksbuffet im Conrad Centennial sind wir hoch zufrieden. Anschließend fahren wir mit dem Hippo - Bus zum Botanischen Garten. Die Hitze, die hier in Singapur das ganze Jahr über herrscht, bekommen wir heute richtig zu spüren.  Es weht kein Wind, aber wir wollen doch unbedingt den berühmten Orchideen-Garten und auch den Ingwer-Garten wiedersehen, der uns beim letzten Besuch vor 8 Jahren so gut gefallen hat.
Der Botanische Garten in Singapur  ist  von morgens 5 Uhr bis Mitternacht geöffnet und wird deshalb vielfach von den Einwohnern Singapurs als Joggingstrecke oder zum Spazierengehen genutzt. Er ist nicht umsonst einer der meist besuchten botanischen Gärten der Welt, denn die Fülle der tropischen Bäume, Pflanzen und Blumen ist überwältigend. Hier ein paar Eindrücke von unserem Besuch:

Jede   Orchidee schöner als die andere und man will mit dem Fotografieren   gar nicht aufhören. Jede Blüte ist wundervoll und jede ist anders.   Natürlich gedeihen alle Orchideen bei diesem tropischen Klima   fantastisch. Aber die Hitze macht uns doch zu schaffen. Nach zwei   Stunden müssen wir uns in den Schatten der Bäume flüchten uns spazieren   lieber durch einen der Dschungelpfade als über die sonnigen   Parkwege. So sind wir auch total happy über die Ventilatoren, die am   Ausgang an der Haltestelle für die Taxis angebracht sind. Sie machen   das Warten auf den Hippo Bus erträglich, mit dem wir dann zur   Orchard Road fahren.
Unterwegs   zu der großen Geschäftsstraße lernen wir das raffinierte System   kennen, mit dem die Stadt Singapur den Verkehr regelt und Staus in   der City vermeidet: Es heißt ERP und bedeutet "Electronic Rad   Pricing". Es ist ein elektronisches Mautsystem, das an vielen   Straßen anzeigt, was die Durchfahrt zu einer bestimmten Uhrzeit   kostet.

Auf dem Bild links kann man zum Beispiel erkennen, dass die   Fahrt über diese Straße nachmittags um 16:26 Uhr 0,50 S$ kostet. Je   nachdem wie befahren die Straße ist, erhöht sich der Preis unter   Umständen gewaltig. Es kann durchaus sein, dass er bis auf 5 oder 10   Dollar steigt. Dann überlegt sich der Fahrer, ob er wirklich um   diese Zeit diesen Weg nehmen muss.
Unser Busfahrer erklärt uns, dass ihn das im Monat durchaus 500 bis   600 Dollar kostet, weil er ja diese Linie fahren muss und nicht   ausweichen kann. In alle Fahrzeuge in Singapur ist solch ein   elektronisches Erfassungssystem eingebaut.

An der Orchard Road als der größten Shopping-Mall dieser Welt hat sich in den letzten Jahren nicht viel    verändert,   sie wird nur immer größer und man wundert sich, was und wie viel die   Menschen doch kaufen. Es ist richtig viel los. Vor allem   hochpreisige Waren werden gekauft. Ich mache einen Kauftest und   versuche die neue Lumix TZ 41 zu bekommen. Aber sie ist noch in   keinem der Elektronikläden vorhanden und der Preis wird mit   umgerechnet 298 Euro angegeben. Aber als ich ins Internet schaue,   sehe ich sie schon in Deutschland im Mediamarkt und bei Saturn für   268 Euro. Der Vorteil des Internets liegt halt darin, dass man heute   weltweit in jedem Laden mit seinem Smartphone den Preis von zu Hause   feststellen und vergleichen kann. Also kann man hier mit Elektronik   keine Geschäfte machen. Und die Vorbereitungen auf das   Weihnachtsfest sind auch hier in vollem Gange. Goldene Engel,   Weihnachtsbäume und blitzende Kugeln sollen bei 32°C im Schatten das   Geschäft ankurbeln.

Die Ion-Mall, die größte Mall von der Orchard Road
Da auf der Orchard Road eine Haltestelle vom Hop-on Bus ist, an der   wir auf eine andere Linie wechseln können, steigen wir jetzt in   einen anderen Bus, der uns durch Little India und nach Chinatown   fährt.

Auf der Serangoon Road im Stadtteil Little India von   Singapur

Im Stadtteil Little India sieht die Welt ganz anders aus. Hier gibt es keine Hochhäuser, dafür aber Supermärkte, die genau so dreckig sind wie in Indien, die Straßen sind aber einwandfrei sauber.
Im Gegensatz zu dem beschaulich   wirkenden Little India ist in Chinatown richtig was los.

Das liegt   einerseits daran, dass viele Malaysier und Chinesen hier einkaufen   oder essen gehen, weil es deutlich billiger ist als anderswo,   andererseits aber auch an den Empfehlungen der Reiseführer, die   diesen Stadtteil als besonderes Highlight empfehlen.

Chinatown ist wie in vielen anderen   Städten auf der Welt ein Bereich, in dem sich die Chinesen eine   zweite Heimat aufgebaut haben. Aber es ist immer wieder erstaunlich,   wie geschäftstüchtig die Chinesen sind. Sie haben auch keinen Krach   mit den anderen Bevölkerungsgruppen oder Religionsgemeinschaften und   leben hier in Singapur friedlich mit Hindus und Moslems zusammen.

Abends essen wir hervorragend im im "Oscar´s", dem Restaurant des Conrad Centennial Hotels. Das fantastische Buffet kostet 48 S$, das Bier aber 12,50 S$. Seltsam, dass ein solch tolles Essen genau so viel kostet wie vier Glas Bier...
Bei einem dreitägigen Stopover kann man nicht alles sehen. Es gilt noch so Vieles in Singapur zu entdecken, das wir uns für den nächsten Aufenthalt hier aufheben. Vor allem möchten wir auf die andere Seite der Marina Bay den "Garden of Wonder" besichtigen, vielleicht aber auch mit der Cable Car nach Sentosa hinüberfahren; in jedem Fall aber einmal oben den 340m langen Dachgarten mit dem 146m langen Pool des Marina Bay Sands Hotels besuchen.

Freitag, 8.11.2013
Wir frühstücken gemütlich, packen unsere Koffer und checken um 11:00 Uhr aus. Mit dem Taxi fahren wir für 17,86 S$ zum Flughafen und sind nach einer halben Stunde dort. Der Flughafen strahlt eine große Ruhe aus. Im Flugzeug wird als Aperitiv ein Singapore-Sling angeboten. Den nehmen wir und stoßen auf unsere gelungene Urlaubsreise nach Bali an. Jetzt sind es nur noch 13 Stunden bis nach Hause.
Das war´s aus Singapur.
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