Reisebericht von zwei Urlaubsreisen nach Sansibar 2015 und 2017

Maui Hookipa Strand

Reisetipps für Hawaii und Reiseberichte von Paul Tresselt

Direkt zum Seiteninhalt

Reisebericht von zwei Urlaubsreisen nach Sansibar 2015 und 2017

Reiseberichte
Badeurlaub  in Nungwi im Hotel Diamonds La Gemma dell´Est
Wenn man den Namen   Sansibar hört, so klingt das nach Seeräubergeschichten und einer   exotischen Insel im Indischen Ozean. So ging uns das auch, als wir uns   das erste Mal im April 2015 mit dem Gedanken befassten,  dort unseren Urlaub zu   verbringen.
Nachdem wir einige Reisekataloge gewälzt   und uns im Internet informiert hatten, stand unser Entschluss fest: Wir   fliegen dorthin! Zunächst einmal musste die beste Reisezeit ausgesucht   werden - nach Auswertung der Klimatabellen waren das die Monate   Januar/Februar und Juni/ Juli. Danach kamen unsere besonderen Wünsche:   Wir wollten unbedingt einen schönen Strand ohne Mücken haben, an dem man   sowohl bei Ebbe als auch bei Flut gut schwimmen kann. Wir hatten nämlich   in Mauritius und auf den Seychellen schlechte Erfahrungen damit gemacht.   In beiden Fällen war der Strand wunderschön zum Spazierengehen, aber   eben nicht zum Schwimmen, weil das Wasser zu flach war.
Vor allem musste das passende Hotel am passenden Ort gefunden werden.   Hotels gab es in Sansibar mehr als genug und alle großen   Reiseveranstalter boten eine sehr gute Auswahl davon an. Hilfreich   waren die Bewertungen von Holidaycheck und vom Tripadvisor, aus denen   sich eindeutig ergab, dass die Gegend um Nungwi   an der Nordspitze der Insel die beste Wahl sein würde. Also suchten wir   uns dort ein Hotel aus; unsere Wahl fiel auf das Diamonds La Gemma dell´Est. Wichtig: Heute ist das Hotel im Besitz von Riu und wird zur Zeit (2020/21) umgebaut.
Für die 6900 km von Frankfurt nach Sansibar benötigt man mindestens 9 Stunden Flugzeit. Das nächste Problem war der Flug nach   Sansibar. Im Internet wurde uns die Oman Air als günstigste Lösung   empfohlen.
Andere hatten Vorschläge für die Flüge mit Emirates, Etihad, Qatar oder   Ethiopian Airlines. Die Preise lagen fast alle um die 780 Euros. Wenn   man sich aber die Flugdauer anschaut, so ist die Condor unschlagbar, denn sie fliegt von Frankfurt nach Sansibar im Direktflug -   und wenn man sich die richtigen Zeiten aussucht, sogar zum   Schnäppchenpreis für unter 700 Euro!
Damit war unsere Entscheidung klar: Wir buchten alles im Internet und   dazu noch ein Taxi, das uns vom Flughafen zu unserem Hotel nach Nungwi bringen sollte.
Dienstag, 9.6. 2015
Um 21:00 hebt unsere Boeing 767-300 von   Condor in Frankfurt ab und nach total ruhigem Flug landen wir 9 1/2   Stunden später in Sansibar.
Mittwoch, 10.6.2015
Hier ist es jetzt 6:20 Uhr Ortszeit,   also eine Stunde später als bei uns zu Hause. Die Besatzung wechselt   für einen Weiterflug nach Mombasa. Alle Passagiere, die dorthin   weiterfliegen, sollen im Flugzeug sitzen bleiben. Wir steigen aus   und hören noch die Durchsage, dass die Regierung eine Anti-Korruptions-kampagne macht und darauf hinweist, dass die Benutzung   der Toiletten und die Gepäckwächter kostenlos sind.
Unser erster Gang führt zum Visum-Schalter, wo wir erst einmal für   jeden 50 Dollar berappen müssen. Wir sind erstaunt, dass so viele   Leute hier ausgestiegen sind - der ganze Raum vor den beiden   Einreiseschaltern steht voll. Da wir ziemlich vorn in der Schlange   stehen, sind wir relativ schnell fertig und müssen unsere Fingerabdrücke und ein elektronisches Foto hinterlassen, bevor wir uns der   Gepäckausgabe zuwenden können. Das Terminal vom Flughafen Sansibar. Jetzt begreifen wir, dass der Name der Insel mit "Z" geschrieben wird, das wie ein weiches "S" ausgesprochen wird. Ein Gepäckband gibt es nicht, sondern die Koffer werden einzeln auf die   Rampe gestellt und jeder holt sich seinen, wenn der zu sehen ist.   Das ist ziemlich chaotisch. Glücklicherweise  sind unsere   beiden schnell da und hinter uns winkt uns schon heftig ein kopftuchverhangenes schwarzes Gesicht hinter dem   Wechselstubenschalter heran. Auf die Devisen scheint man scharf zu   sein - wir spazieren hin und bekommen für 100 Euro 220 000 Tansania Schillinge. Der   Kurs von 1:2200 ist aber in Ordnung, denn im Internet wird uns   derselbe Betrag angegeben. Wir lernen unsere ersten Wörter auf Kiswahili: "Asante sana" (= Vielen Dank).
In der Ankunftshalle des Flughafens   warten 30 dunkelhäutige ernst blickende Männer mit gedruckten oder primitiv gemalten   Schildern, auf denen die Namen der ankommenden Gäste stehen. Erst   nach einigem Suchen finden wir draußen unseren Taxifahrer. Er führt   uns zu einem Minivan, in dem schon zwei deutsche Mädels sitzen, die ebenfalls   zum Hotel La Gemma dell´Est fahren. Taxifahrer bieten natürlich auch ihre   Dienste an. Wie auf allen Flughäfen dieser Welt, sind die   angegebenen Preise horrend und völlig illusorisch. Ein   Verhandlungsgespräch lässt den Preis um ein Drittel sinken.   Verhandeln gehört in Sansibar dazu und das sollte man beherzigen.
Unser Fahrer spricht etwas Englisch und wir erfahren die ersten Einzelheiten über die Insel. Es wird hier Kisuaheli  gesprochen, in der Sprache der Einheimischen "Kiswahili". Das lernen alle Kinder in der Schule. Die Sprache wird von fast 90 Millionen Menschen an der afrikanischen Ostküste gesprochen; sie ist Amtssprache in Tansania und wird in Kenia und dem südlichen Somalia verstanden. Man kann sich sogar in Ruanda, Uganda und Sambia damit verständigen. Man begrüßt sich mit "Jambo", wobei das "J" wie "Dj" ausgesprochen wird. Der Ausdruck entspricht dem deutschen "Hallo" oder dem amerikanischen "Hi". Um 7:00 Uhr fahren wir los.
Nachdem wir aus dem Flughafengelände heraus sind, begegnet uns die raue Wirklichkeit der Insel: Es ist früh am Morgen und alle sind auf dem Weg zur Arbeit: Zu Fuß, mit Fahrrädern oder mit dem Bus. "Bus" heißt auf Kiswahili "basi". Die Fahrt von Stonetown nach Nungwi gibt unser Fahrer für die 60 km mit etwa einer Stunde und 15 Minuten an. Mit dem Taxi kostet das zwischen 60 und 80 Dollar, mit dem Bus nur etwa einen Dollar. Dafür muss man dann aber eine Zeit von etwa 4-5 Stunden einrechnen, denn der Bus hält in jedem kleinen Dorf und an jeder Haltestelle.
Das erleben wir dann eine dreiviertel Stunde später in dem Ort Mkokotoni. Offiziell dürfen 23 Fahrgäste in den Minibus einsteigen, in Wirklichkeit sind es immer mehr. Allerdings stehen an der Landstraße oft Polizeiposten, die die Busse anhalten und das kontrollieren.  Viele Sansibari fahren aber nicht mit den Linienbussen, sondern mit einem "Daladala", das ist ein Sammelbus, wie er in vielen orientalischen Ländern gebräuchlich ist. Er fährt eben nur ab, wenn sich genug Fahrgäste eingefunden haben und hält immer dort, wo ein Fahrgast aussteigen will. Der   Schaffner steht hinten auf der Plattform.
Auf der Karte sieht man, dass der Ort Mkokotoni schon ziemlich weit im   Norden an der Westküste liegt. Von dort bis nach Nungwi ist es nicht   mehr weit. Wir fahren allerdings nicht ganz bis dorthin, sondern   biegen kurz vorher ab zum Hotel La Gemma dell ´Est, das auf der   Karte mit der Nummer 3 gekennzeichnet ist. Die Karte haben wir   von den Tour-Veranstaltern bekommen, die die Ausflüge auf der Insel   organisieren und  in jedem Hotel vertreten sind. Sie bietet   einen guten Überblick und zeigt, dass Nungwi im Norden gar nicht mit   so vielen Hotels vollgestopft ist, wie überall behauptet wird.   Sansibars Einkünfte kommen heute vom Tourismus, denn der   Gewürzhandel wirft aufgrund der niedrigen Preise bei weitem nicht   mehr so viel Geld ab wie früher. 1 1/2 Millionen Menschen wohnen   hier, wobei es mehr als 50 Inseln sind, die dazu gehören.
Die beiden   großen Inseln heißen Unguja und Pemba. Die Bevölkerung ist sehr arm   und lebt vom Fischfang und der Landwirtschaft, denn aufgrund der   ungeheuren Korruption versinkt das Geld aus dem Tourismus und dem   Handel in den unergründlichen Taschen irgendwelcher Beamten,   Politiker oder Firmen. Eine große Scheibe von dem Kuchen schneidet   sich noch das Festland Tansania ab, denn der Inselstaat Sansibar ist   eine teilautonome Republik von Tansania.
Auf unserer Fahrt nach Norden sind wir zunächst schockiert von der   Armut, die uns links und rechts der Straße aus den Dörfern   entgegenblickt. Es sieht zwar nicht ganz so schlimm aus wie in   Indien, aber deutlich ärmer als in der Karibik. Nur die Hauptstraßen   sind asphaltiert, der Rest sind Feldwege. Das ist auch der Fall,   wenn man wenige Meter neben der Hauptstraße in eine Tankstelle   einbiegen will: Eine Sandpiste führt zu den Zapfsäulen und alles sieht sehr spartanisch aus, ein überdachtes Gebäude gibt es nicht und im Innern ist  auch keine Verkaufstheke. Für einen Liter Benzin muss man 1850 TSH (Tansanische Schillinge) bezahlen, das   entspricht etwa 0,80 Euro. Für tansanische Verhältnisse ist das viel   Geld und deshalb können sich auch nur wenige ein Auto oder einen   Motorroller leisten.
Das Foto zeigt eine der vielen "Petro"-Tankstellen des Landes.

Die meisten Einwohner gehen zu Fuß zur Arbeit,   einige fahren mit dem Fahrrad und die restlichen mit dem Daladala.   Im Gegensatz zu Asien sieht man nur wenige mit dem Motorroller zur   Arbeit fahren. Die Frauen müssen zu Hause bleiben, weil sie nach der   muslimischen Vorstellung  draußen nichts zu suchen haben.
Als wir schließlich zur Hotelanlage La   Gemma dell´Est einbiegen, erwartet uns  eine völlig andere Welt. Sorgfältig gestutzte Hecken, eine gepflegte Gartenanlage,   keine Frauen mit Kopftüchern und viele Security-Leute.

Wir werden nett begrüßt und zum Frühstück gebeten, weil das Zimmer noch nicht fertig ist. So trinken wir erst einmal in dem luftigen Restaurant einen Cappuccino.
Inzwischen ist es 8:30 Uhr  und kurz darauf bekommen wir unseren Schlüssel und werden mit dem Golfcart zu unserem Zimmer Nr. 101 gefahren.
Das ist das erste der unteren Reihenbungalows und befindet sich auf dem rechten Foto gleich links hinter der vorderen Hecke. Das Zimmer hat verspiegelte Scheiben, damit man von außen nicht hineinschauen kann.
Alles ist sauber und ordentlich; wir sind zufrieden, räumen unsere Sachen ein und legen uns erst einmal auf eine Liege am Strand. Der Himmel ist blau mit ein   paar leichten Wölkchen. Dazu weht ein leichter Wind und freie Liegen   gibt es genug in der Anlage. Der Sand ist fast weiß und fein wie   Puderzucker. Das Meer ist türkisgrün und sauber bis auf ein paar   kleine Seegrasbrocken, die darauf schwimmen. Unter den Palmen und   Sonnendächern gibt es genug schattige Plätzchen, sodass die   Temperatur sehr angenehm ist. Wir merken, dass wir in der Nacht nur   wenig geschlafen haben und holen einiges nach. Gegen Mittag meldet   sich der leere Magen und wir essen einen Happen im Strandrestaurant. Kellner und Angestellte sind äußerst freundlich. Alle werden mit "Jambo"   begrüßt und wir lernen die beiden wichtigsten Ausdrücke für einen   Strandurlaub auf Sansibar: "Pole pole" = Immer mit der Ruhe! und "Hakuna   matata" = Kein Problem!
Hier ein paar Fotos vom Strand am   Hotel:
Zum Sonnenuntergang machen wir eine   Happy Hour an der Sunsetbar mit einem Mojito und einer Passionfruit-Colada.   Die Drinks sind hervorragend. Das Abendessen wird in Büffetform im   Restaurant serviert. Dazu spielt eine Band afrikanische Rhythmen.   Als wir in unser Zimmer zurückkommen, hat unser Zimmermädchen   Twiwalu den Moskitovorhang um das Bett gelegt und alles malerisch   drapiert. Es ist ohne Klimaanlage sehr angenehm und wir schlafen   darunter wunderbar.
Donnerstag, 11.6.2015
Ein wunderschöner blauer Himmel   begrüßt uns beim Aufstehen. Das Frühstücksbüffet ist gut besucht und   sehr ordentlich. Ein frischer Wind durchzieht das große runde   Restaurant und bestätigt uns, dass Juni und Juli die beste Reisezeit   für Sansibar sind. Inzwischen hat Twiwalu unser Zimmer in Arbeit und   schön hergerichtet. Frische Blüten von Bougainvilleas und   Frangipanis schmücken unser Bett. Wir besuchen die Boutique und   staunen über die Fantasiepreise, die für die Souvenirs und die   Badesachen verlangt werden.
Auf dem Meer sind mehr Wellen als gestern und einige Schaumkronen zu   sehen. Aber das Schwimmen in dem wunderbar warmen und klaren Wasser   macht Spaß. Das kann ich auch für den großen Meerwasserpool   bestätigen, der mit einer kräftigen Jetstreamanlage ausgestattet   ist.

Am Nachmittag lässt der Wind nach und   und die Sonne scheint nicht mehr so stark durch die Schleierwolken.   Das gefällt uns sehr, denn man muss sich erst einmal an die Sonne   gewöhnen. Zum Sonnenuntergang setzen wir uns in die Sunsetbar und   beobachten die Fischschwärme. Es sind nur wenige Gäste hier, die   sich den spektakulären Sonnenuntergang anschauen:

Die Sonnenuntergänge sind fantastisch   und es ist sehr romantisch, bei einem guten Drink den Fischern   zuzuschauen, die mit ihren Booten vorbeifahren und die Netze   auslegen oder einholen.
Am Abend wird vom Hotel ein afrikanisches Büffet im African Village veranstaltet - das ist ein Bereich innerhalb der Hotelanlage, der speziell für solche Zwecke mit einer Show-Bühne und Zuschauerbänken ausgestattet wurde.
Die Massai haben ihre Schnitzereien und Kunsthandwerke zum Verkauf ausgelegt.

Es gibt afrikanische Spezialitäten, die alle sehr   appetitlich aussehen.


Alles ist mit viel Aufwand schön   dekoriert worden und der Service ist ausgezeichnet. Das Speisenangebot ist afrikanisch und   nicht so beeindruckend. Lecker sind die Teigtaschen, die an der   Backstation hergestellt werden. Leider geht das ziemlich langsam   (pole pole), sodass man lange darauf warten muss. Eine Band spielt   afrikanische Rhythmen und die Massai führen  ihre Tänze auf.   Mit viel Geschrei und Gejohle hüpfen sie auf der Bühne umher.
Einzelne   springen hoch und höher. Wer am höchsten springt, bekommt Beifall. Es ist zwar alles sehr touristisch aufgemacht, ist aber amüsant, den   Tänzern in ihren bunten Kostümen und den Plastiksandalen   zuzuschauen.
Wir probieren alle vier angebotenen   einheimischen Biersorten (Tusker, Serengeti, Safari und Kilimanjaro).   Eigentlich schmecken sie alle, wenn sie gut gekühlt serviert werden.   Aber Kilimanjaro finden wir am besten.
Die nächsten   Tage faulenzen wir am Strand; denn die Hotelanlage gefällt uns. Es   sind so viele Liegen vorhanden, dass keiner auf die Idee kommt, eine   zu reservieren. Und solch ein All-Inklusive-Leben ist schon eine   feine Sache. Wenn Sie mehr über das Hotel wissen wollen, schauen Sie   sich meine Beurteilung bei Holidaycheck und im Tripadvisor an. Das Wetter ist fantastisch und wir haben   nichts zu meckern. (Anmerkung vom 23.1.2021: Leider sind wohl die schönen Zeiten in diesem Hotel vorbei, denn es wurde in der Folgezeit runtergewirtschaftet und schließlich von der Schweizer Hotelgesellschaft an RIU verkauft. Diese Hotelgruppe baut es zur Zeit um und Buchungen sind erst ab Sommer 2021 möglich)
Dienstag, 16.6.2015
Wir werden jetzt immer zum   Frühstück freundlich begrüßt, nachdem wir gelernt haben, dass "Habari   za asubuhi" "Guten Morgen" bedeutet und wir versuchen, einige   Brocken Kiswahili anzuwenden. Das haben die Sansibari gern, denn sie   sind sehr gesprächsfreudig und freuen sich darüber, wenn einer   versucht, ihre Sprache zu lernen.
Der kilometerlange Strand lädt bei Ebbe zum Spazierengehen ein und   wir erkundigen uns nach Ausflügen in die Umgebung. Die Anbieter am   Strand sind zwar preisgünstig, aber sprechen schlecht Englisch und   können unsere Forderungen nach einem Deutsch sprechenden Sansibari   nicht erfüllen, der uns nach Stonetown fahren und uns die Stadt   zeigen soll.
So buchen wir schließlich bei Xperience Tours einen Halbtagsausflug   nach Stonetown, der aber 95 Dollar pro Person kostet. Die Preise   hier sind happig. Ein Vertreter der Serena Hotelkette schlägt uns   einen 2-Tage-Safari-Trip mit Übernachtung in Tansania vor, der 1000   Dollar pro Person kosten soll. Im Übrigen stellen wir fest, dass   viele Gäste nach einer Safari in Tansania hier einige Tage   Strandurlaub als Verlängerung gebucht haben.
Mittwoch, 17.6. 2015
Pünktlich um 14:00 Uhr erscheint   unser Minibus von Xperience Tours mit 2 Mohameds.
Beide heißen so: Der eine ist der   Fahrer und der andere der Reiseleiter. Er ist jung und spricht ein   sehr schlechtes Deutsch, was wir aber erst unterwegs feststellen,   denn die Begrüßungsfloskeln und die persönliche Vorstellung hat er   ganz flüssig über die Lippen gebracht. Sein afrikanisches Englisch ist auch nicht   viel besser.
Bei bedecktem Himmel fahren wir über die Landstraße nach Stonetown.   Unterwegs treffen sogar ein paar Regentropfen die Windschutzscheibe.   Aber dann klart es doch ein wenig auf und die Sonne scheint wieder.
Die Hauptstadt von Sansibar hat 250 000 Einwohner und hat ihren   Namen dadurch, dass hier im 19. Jahrhundert schon sehr viele Häuser   aus Korallen- Kalkstein gebaut wurde. Als wir durch den Stadtteil   Michenzani fahren, weist uns unser Guide auf die Häuser hin, die von   deutschen Architekten gebaut wurden. Wir sind sehr erstaunt über   diese grauen Steinkästen und können es gar nicht glauben. Aber es   waren in der Tat Architekten aus der ehemaligen DDR, die in den 70er   Jahren solche Plattenbauten hier erstellten. Ein Stück weiter halten   wir am ehemaligen Sklavenmarkt und gehen von dort aus weiter zu   Fuß durch die Altstadt.
Seit dem Jahre 2000 gehört das   historische Zentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier einige Bilder   von unserem Rundgang:
Wir   spazieren zur nahe gelegenen Anglikanischen Kathedrale, die aber   renoviert wird und mit Gerüsten und weißem Kalkstaub belegt ist. Zu   sehen gibt es nichts. Da ist die Benjamin Mkapa Road und der   Darajani Markt schon interessanter.

Beim   Gang über den Markt und die anliegenden Straßen stellen wir fest,   dass das Angebot ziemlich begrenzt ist und sich auf den täglichen   Bedarf der Sansibaris bezieht. Viele Händler breiten einfach ihre   Waren auf der Straße aus oder stehen vor ihrem Karren, mit dem sie   ihr Verkaufsangebot mitgebracht haben. Oft ist das auch nur ein   Fahrrad.

In jedem Fall ist alles sehr   farbenfroh. Auf den Straßen werden alltägliche Gebrauchsgegenstände   angeboten, die Souvenirläden enthalten die Gegenstände, die die   Touristen aus einem afrikanischen Land mitnehmen wollen: Bunte   Bilder mit stilisierten Massaikriegern, geschnitzte Masken,   Halsketten, Lederartikel und Anhänger aller Art. Postkarten findet   man selten und Briefmarken noch seltener. Handeln muss man   natürlich, denn die Artikel haben wie alles hier keine Preisangaben.ier der Stadtplan von Stonetown:

Die Karte zeigt die Altstadt von   Stonetown mit den Sehenswürdigkeiten und stammt von dem   Souvenir-Emporium Memories of Zanzibar. Das ist der größte   Souvenirladen von Sansibar gegenüber von der Post. Mit spektakulären   Sehenswürdigkeiten hält es sich in Grenzen. Ein Rundgang durch die   schmalen Gassen der Altstadt ist aber durchaus interessant. Außerdem   kommt man dabei an vielen sehenswerten Fassaden aus dem vorigen   Jahrhundert vorbei. Mit Hilfe der UNESCO-Gelder sind sie teilweise   schon restauriert worden. Das betrifft auch die geschnitzten   Holztüren, die für Sansibar typisch sind. Allein in der Altstadt   gibt es 200 Hier einige Fotos davon:
Wir   sind etwas traurig darüber, dass unser Führer Mohamed nicht nur   schlecht Deutsch und Englisch spricht, sondern auch darüber, dass er   wenig Ahnung hat. Er kennt sich nicht richtig aus, muss oft Leute    fragen und hat wenig Wissen über die Hintergrundgeschichten. Er   zeigt uns zwar das Haus von Tippu Tip und sagt, dass dies das   Wohnhaus von einem Sklavenhändler war. Erst aus dem Internet   erfahren wir, welch schillernde Persönlichkeit dieser Mann gewesen   war, dass er die Forschungsreisen der Europäer (z.B. David   Livingstone oder Henry Morton Stanley) unterstützte und großen   Einfluss auf die Ostafrikapolitik der Kolonialmächte um 1880 hatte.
Einen Führer braucht man aber, denn ohne ihn verläuft man sich leicht in den schmalen Gassen, weil kaum Schilder vorhanden sind.
Die Persischen Bäder (Hamamni), die   als weitere Sehenswürdigkeiten empfohlen werden, sind leider   inzwischen  geschlossen, sodass wir nur die Inschrift an der   Wand des Hauses studieren können. Sie ist in 6 verschiedenen   Sprachen und Schriften verfasst und zitiert den Koran, Sure 33, Vers   33:
"Allah will gewiss nur den Makel von euch entfernen, ihr Angehörigen   des Hauses, und euch völlig rein machen."
Wir könnten jetzt noch in das Palast   Museum oder das "House of Wonders" gehen, das auch ein Museum  ist. Es heißt so, weil dort der erste Fahrstuhl Sansibars installiert wurde. Das  alte Zollhaus und das alte Fort wären ebenfalls eine Möglichkeit. Stattdessen trinken wir im Serena Hotel noch einen  Kaffee und schauen aufs Meer, wo sich gerade die Sonne zum Untergang bereit  macht. Hier könnte man sitzen bleiben und den Sonnenuntergang genießen.
Der Bürgermeister sitzt mit zwei Politikern am Nebentisch, die Mohamed ehrfürchtig grüßt. Er schlägt uns noch einen Stopp am Hafen vor, wo die Jugendlichen jetzt von der Mole ins Wasser springen und Akrobatik vorführen.Wir sehen zwar einige Kinder, die von   den Kanonen oder vom Rand des Kais ins Wasser springen, aber   interessant ist das nicht.

Zum Sonnenuntergang spazieren jetzt viele   Frauen mit ihren Kindern über die Promenade.

Im Hintergrund ist das   House of Wonders zu sehen.

Viele Garküchen werden aufgebaut und das   Angebot an Fischen, Krebsen und Fleischspießen sieht sehr   appetitlich aus.
Eigentlich hätten wir Lust, hier noch   etwas spazieren zu gehen und den Sonnenuntergang abzuwarten, aber   Mohamed drängt uns zur Rückfahrt, weil er gern noch bei Tageslicht   im Hotel ankommen möchte. Inzwischen staut sich der Verkehr auf der   Mizingani Road und es dauert eine ganze Weile, bis wir aus der Stadt   heraus sind und in Bubu ankommen, wo unser Führer Mohamed aussteigt,   weil er dort zu Hause ist. Es wird schon dunkel, als wir uns durch   den dichten Verkehr quälen und wir merken, wie gefährlich das Fahren   bei Dunkelheit auf der Landstraße mit vielen unbeleuchteten   Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern ist. Glücklicherweise weiß   unser Fahrer, wo die Schlaglöcher sind und umrundet sie geschickt.   Mit einem Leihwagen möchten wir hier nicht unterwegs sein!
Samstag, 20.6.2015
Der Himmel   ist heute Morgen bedeckt und die Sonne kommt nur sporadisch durch   die Wolken. Wir nutzen den Tag zu einem Spaziergang am Strand   entlang. Bei Ebbe ist der kilometerlange weiße Sandstrand 30-50m   breit, bei Flut reicht das Wasser bis an die ausgewaschenen Felsen   aus Korallenkalkgestein. Hier unsere Beobachtungen:
Wir stellen jedenfalls fest, dass uns   der Strand vor dem La Gemma dell´Est am besten gefällt:

Montag, 22.6.2015
Heute sieht   es nicht so gut aus mit dem Wetter. Bis zum Mittag regnet es. Erst   am Nachmittag klart es etwas auf und es ist ziemlich kühl - wenn man   bei 24°C diesen Ausdruck verwenden will. Am Abend ist der Himmel   wieder wolkenlos und klar. Wir fotografieren nach dem   Sonnenuntergang die beleuchtete Anlage mit dem Pool und der   Sunsetbar.

Jeden Abend verwandelt sich nach   Sonnenuntergang die Hotelanlage in eine romantische Farbenpracht. Es sieht fantastisch aus und ich habe nur an wenigen Stellen in der Welt solch eine Beleuchtung erlebt.
Die Poolanlage ist zu groß, um sie als Gesamtsystem oder als Panorama bei dieser Beleuchtung und der untergehenden Sonne einzufangen, aber auch der Teilanblick ist faszinierend.
Mittwoch, 24.6.2015
Um 9:00 Uhr   starten wir unseren Ausflug zur Gewürzfarm. Der Minibus von   Xperience Tours steht pünktlich mit Ismail als Reiseleiter und Mauil   als Fahrer vor der Tür. Die Fremdsprachenkenntnisse von Ismail sind   nicht viel besser als die von Mohamed von unserer vorigen Tour. Er   spricht genau so schlecht Deutsch wie Englisch. Allerdings ist er   etwas cleverer und weiß ein bisschen besser Bescheid. Er hat auch   eine Landkarte mit und wir finden darauf unser Tagesziel: die   Gewürzfarm Kizimbani, die 15 km nordöstlich von Stonetown liegt.
Als erstes weist er uns auf der Landstraße auf die "Kuhtaxis" hin.   Da wir mit dem Begriff nichts anfangen können, erklärt er, dass man   darunter einen einachsigen Karren versteht, der von einem Rind   gezogen wird. Man kann sie für den Personen- oder Frachttransport   mieten.
"Kuhtaxi" mit Fahrer, der neue Termine per Handy   vereinbart.
"Kuhtaxi", das lediglich 5 Moniereisen zur Baustelle   bringt
In Mkokotoni halten wir auf dem   Fischmarkt. Hier einige Fotos davon:
Es sieht alles sehr primitiv aus; die   Fischer sitzen auf der Betonmauer und unterhalten sich kaum. Sie   warten einfach stumm auf einen Käufer. Irgendwie ist das bedrückend.   Wir bahnen uns den Weg zwischen ihnen hindurch und und schauen uns   die Fische an: ein Kingfisch, Teile von Thunfischen, aufgeschnittene   Mantas, ein paar Krebse und kleine Fische, die wir auch an unserem   Strand beobachtet haben. Es ist eine ärmlich Ausbeute. Ähnlich ist   es auch mit dem Obst und Gemüse, das von den Bauern hier angeboten   wird.
Wir biegen von der Hauptstraße ab und fahren über einen holprigen   Feldweg zur Gewürzfarm. Unterwegs weisen schon einige Schilder auf   andere Gewürzfarmen hin, aber wir erfahren von Ismail, dass alles   hier in staatlicher Hand liegt und die Bauern keine Gewürze selbst   verkaufen dürfen. Es wird zwar viel Schwarzhandel betrieben, weil in   Kenia ein Kilo Gewürznelken deutlich besser zu verkaufen ist als   hier, aber wer das macht, der wird bestraft.

Der Blick über das Armaturenbrett   unseres Minibusses vermittelt ein realistisches Bild von den Straßen   im Innern Sansibars: Die Hauptstraße ist asphaltiert, aber links und   rechts ohne Begrenzung. Die nach links abbiegende Nebenstraße ist   eine Schotterpiste. An der Straßenkreuzung ist eine Haltestelle, von   der gerade der Daladala (Sammelbus) abfährt. Die Frauen warten auf   einen anderen Bus, das Kuhtaxi auf Fahrgäste. Wer es sich leisten   kann, hat einen Motorroller, die anderen haben ein Fahrrad.   Privatautos sieht man kaum auf der Straße. Handys haben alle, die   sich mit Tourismus oder Handel beschäftigen. Die Bauern und Fischer   sind zu arm dafür.
An der Spicefarm begrüßt uns der neue   Führer, der uns die Farm zeigen und erklären soll. Er ist noch sehr jung   und müsste  eigentlich in die Schule. Aber da verdiene er   nichts, sagt er; er müsse zum Verdienst seiner Familie beitragen,   die hier auf der Farm arbeite. Die Mutter verdiene 50 Dollar im   Monat, weil die Frauen schlecht bezahlt würden und die Arbeit sehr schwer sei, der Vater   verdiene 400   Dollar im Monat.

Ismail, unser Führer, hat uns hierhin   gefahren, versteht aber von den Pflanzen nicht viel. Er lässt sich   auch wie wir die einzelnen Bäume und Sträucher erklären. In der Hand   hält er einen Zweig des "Lippen-Baumes", der dort so genannt wird,   weil die Farbe der Blüten von den Sansibaris zum Schminken verwendet   wird. Einen anderen Namen für den Baum kennt er auch nicht.

Zuerst müssen wir raten, welche Bäume   das sind, unter denen wir stehen. Wir tippen auf einen Maracujabaum,   weil die Früchte so aussehen. Dann holt er eine herunter und zerlegt   sie mit einem Messer. Wir sind ganz erstaunt, dass es schöne   rote Muskatnüsse mit weißen Streifen sind, die zum Vorschein kommen.   Er versucht uns zu erklären, was man mit den Muskatnüssen machen   kann, aber er spricht nur ein paar Brocken Deutsch und Englisch.   Außerdem wissen wir, wozu man Muskatnüsse verwendet.
Die wunderschönen roten Blüten von dem Lippenbaum auf dem Bild   rechts färben in der Tat so intensiv, dass wir anschließend die   Farbe kaum noch von unseren Fingern bekommen.
Inzwischen fängt es an zu regnen und Ismail flitzt zurück zum   Minibus, um ein paar Schirme zu holen. Aber vor uns liegt die   Community Kizimbani, das ist die Dorfgemeinschaft der Gewürzfarm.

Die Arbeiter wohnen mit ihren Familien in der Community. Sie haben zwar Steinhäuser, aber alles sieht ziemlich ärmlich aus.
Hier einige Bilder vom Besuch im Dorf:
Der   Besuch in der Gewürzfarm war irgendwie enttäuschend und   deprimierend. Zum einen waren wir enttäuscht, wie chaotisch die   gesamte Plantage war. Wir haben in Mittelamerika Gewürzplantagen   gesehen, die wesentlich besser organisiert waren. Zum anderen waren   wir entsetzt über die Koranschule. Wenn 50 Kinder in einem kahlen   Raum auf dem nackten Fußboden sitzen und haben weder Spielzeug noch   Schreibmaterial oder Bilder zum Lernen zur Verfügung, wie soll dann   das geistige Potenzial dieser Kinder ausgeschöpft werden? Durch   Nachsprechen oder Nachsingen von irgendwelchen Koranversen? Oder   will man die Kinder bewusst dumm halten?
Alle Kinder guckten uns jedenfalls mit großen offenen und fragenden   Augen an und wir haben uns geschämt, dass wir nicht einmal einen   Kugelschreiber oder Malstifte für sie mitgebracht hatten. Wenn wir   noch einmal nach Sansibar kommen würden, würden wir das unbedingt   machen, denn diese Kinder bekommen nichts von dem mit, was die   Erwachsenen vom Tourismus abschöpfen.
Als wir nämlich wieder in unserem Hotel ankommen, stellen wir fest,   dass wir über 50 Dollar an Trinkgeldern ausgegeben haben   (Reiseführer, Fahrer, Guide auf der Farm, Kokospalmenbaumkletterer,   Parfümfläschchen, Gewürzpäckchen), dass die Kinder in der Community   aber für dieses Geld einen hohen Gegenwert an Lernmaterial hätten   bekommen können. Man denke nur, wie viele Malstifte und Papier wir   dafür hätten kaufen können!
Diejenigen, die im Touristikgeschäft sind, nehmen die Touristen aus.   Der Junge, der uns durch die Farm geführt hat und eigentlich in die   Schule hätte gehen müssen, war z.B. sichtlich enttäuscht, dass wir   ihm nur 3 Dollar Trinkgeld gegeben haben. In seinen Augen ist das   sicher verständlich, denn er hat in dieser Zeit aus Palmzweigen ein   Handtäschchen, ein Armband, einen Ring, einen Frosch und eine   Krawatte geflochten. Andererseits war seine Führung durch die   Plantage mangelhaft. Wir können ihm das aber nicht verdeutlichen.
Jedenfalls empfinden wir die Spicetour als Touristenfalle und wenig   ergiebig. Der dicke Verdienst liegt wieder eindeutig bei der   Agentur, die diesen Ausflug vermittelt.
Im Übrigen stellten wir zu Hause fest,   dass es sich keinesfalls lohnt, irgendwelche Gewürze vor Ort zu   kaufen, denn der Preis in Europa ist deutlich günstiger. Für 1kg   Nelken hätten wir in Sansibar 40 Dollar bezahlen sollen, während sie   in Deutschland im Online-Handel für 28 Euro zu haben sind.
Freitag, 26.6.2015
Ein blauer Himmel weckt uns heute   Morgen. Es ist noch Flut und das Wasser bedeckt den gesamten Strand.   Ich schnappe mir meine Flossen, die Tauchermaske und nehme die   Kamera mit. Mal sehen, was sich so im Wasser tummelt. Das Meer ist   ziemlich klar heute und die Wellen sind sehr sanft. Leider sind nur   kleine Sardinen in großer Zahl zu sehen, einige Trompetenfische und   einige etwas größere, die auch auf dem Markt angeboten werden. Sie   haben eine Länge von 10-20 cm -  wie sie heißen weiß ich aber   nicht. Dieselbe Beobachtung habe ich im Übrigen auch an den anderen   Tagen festgestellt. Wenn man tropische Fische beobachten will, muss man einen Ausflug auf die vorgelagerten kleinen Inseln machen.   Es werden solche Ausflüge vom Hotel aus angeboten und natürlich auch   von den Fischern in Kendwa und in Nungwi.  Darauf haben wir   aber verzichtet.

Am späten Nachmittag und am Abend   versammeln sich seltsamerweise die Sardinen in großer Zahl immer in   der Nähe der Sunsetbar. Wenn ein Schwimmer in ihre Nähe kommt und   sie mit seiner Camera fotografieren will, weichen sie in einem Bogen   geschickt aus und schwimmen in einem Verband um ihn herum.    Viele Gäste beobachten das Schauspiel jeden Abend von der Bar aus.   Tausende Fische sammeln sich zu einem großen Pulk und schwimmen   völlig geruhsam miteinander umher.

Plötzlich schießen aber einige wie wild aus dem  Wasser und springen über die Wasseroberfläche durch die Luft. Tausende machen es  ihnen nach und es entsteht ein wilder Wirbel, wie auf dem Bild zu  sehen ist. Die Ursache können wir nicht erkennen.
Die Fischer beobachten das Schauspiel natürlich auch und versuchen die Fische zu fangen. Dazu  fahren sie mit ihrem Boot schnell um den Fischschwarm herum und lassen ihr Netz ins Wasser fallen. Sie versuchen, den Schwarm einzukreisen. Da sich das alles in der Nähe des Strandes abspielt, wo das Wasser flach ist, reicht das Netz bis auf den Boden. Wenn der Kreis geschlossen ist, ziehen sie das Netz ein und die Fische sind gefangen. Das ist eine mühselige Arbeit und der Erfolg ist nicht garantiert, denn oft entweichen die Fische. Die Fischer hoffen allerdings, dass durch die Schwärme der kleinen Fische größere Fische angezogen werden, die sie dann auch im Netz haben. Es ist frustrierend, wenn die Fischer nach dem mühseligen Einzug des Netzes erkennen, dass sie nichts gefangen haben. Ich schäme mich richtig, dass ich das gefilmt habe, denn zum Schluss hat ein Fischer vor Wut und Enttäuschung eine Sardine nach mir geworfen. Den Ton habe ich aus dem Video herausgeschnitten, weil   das Rauschen des Windes so störend war und die Flüche der Fischer so wütend waren. Vielleicht haben sie mich mit meiner Camera und dem Filmen des Vorgangs auch dafür verantwortlich gemacht, dass sie nichts gefangen haben.

Jedenfalls habe ich begriffen, wie   bitter das Leben der Fischer ist. Immerhin waren es 11 Leute auf dem   Boot, die eine Stunde lang hart gearbeitet und nichts gefangen   haben. Und sie hatten wenigstens ein Boot mit einem Außenbordmotor.   An anderen Tagen habe ich Fischer beobachtet, die keinen Motor   besaßen und ihr Glück mit einem Netz versucht haben. Und zwei Tage   später haben wir auch eine Gruppe von Frauen gesehen, die vom Strand   aus ohne Boot in voller Kleidung ins Wasser gestiegen sind und ihr   Glück mit einem Netz versucht haben. Ich habe das von unserer   Sunsetbar aus verfolgt, wie sie mit Plastikschüsseln auf das Wasser   geschlagen haben, um die Fische ins Netz zu treiben. Das habe ich   leider nicht gefilmt, aber ihren Rückweg am Strand nach Kendwa   fotografiert. Auch sie gingen völlig frustriert nach Hause. Zwei von   ihnen tragen das grüne Nylonnetz.

Montag, 29.6.2015
 
Bei einem   Spaziergang am Strand besuche ich die Maler, die im Schatten der   überhängenden Felsen am Ufer ihre Staffeleien aufgestellt haben.   Während der Zeit der Ebbe können sie hier ihre bunten Bilder   herstellen und sicher sein, dass auch Touristen vorbeikommen und   evtl. welche kaufen.

Die Themen sind bei allen ziemlich gleich: schlanke Giraffen oder   Massaikrieger, die Big Five, die man auf einer Safari unbedingt   sehen will, stilisierte Fischschwärme, palmenbewachsene Strände mit   blauem Himmel oder bei Sonnenuntergang. Alles muss sehr farbenfroh   sein..
Dienstag, 30.6.2015
Letzter Tag   im Paradies. Der Himmel ist bedeckt und der Wind kühl. Aber am Abend   gibt es wieder einen schönen Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen   checken wir aus und packen unsere Koffer, denn um 3:45 Uhr am frühen   Morgen wollen wir geweckt werden. Das Taxi haben wir für 4:25 Uhr   bestellt.
Mittwoch, 1.7.2015
Im Restaurant sitzen schon morgens   um 4:00 Uhr einige Gäste, die ebenfalls abreisen. Es steht ein   kleines Frühstücksbüffet aus Brot und Backwaren zur Verfügung, Tee   kann man sich aufschütten und Kaffee ist im Warmhaltebehälter. Der   schmeckt allerdings scheußlich, sodass wir darauf verzichten.
Unser Taxi ist schon da, als wir an der Rezeption ankommen. Die   Fahrt durch die dunkle Nacht ist nicht einfach, zumal es   zwischendurch regnet, aber der Fahrer   meistert die Strecke in genau 60 Minuten.
Am Flughafen stehen zwei   Kontrolleure und lassen sich die Pässe zeigen. Die müssen   sich wohl selbst ernannt haben. Wir merken das erst, als sie   die Hand für ein Trinkgeld aufhalten. So fällt man eben als   Tourist leicht auf alles rein. Unser Gepäck muss durch die   Durchleuchtungsmaschine und wir müssen jeder 49 Dollar   Ausreisegebühr bezahlen. Danach kommt noch der Immigration-Schalter,   wo wieder ein Foto gemacht wird. Um 6:20 Uhr landet die Boeing von   Condor und die gesamte Crew wechselt. Die Sonne geht gerade   auf und das Licht spiegelt sich auf der nassen Betonpiste.   Um 8:00 Uhr heben wir ab und sind 35 Minuten später am Gate   des Flughafens von Mombasa, wo wir mit den ca. 80 anderen   Passagieren eine Transferkarte für den Abflugbereich   bekommen. Dort sind einige Souvenirgeschäfte und   Schnellimbisse. Es dauert aber nicht lange, bis der   Aufruf  für den Weiterflug nach Frankfurt kommt und wir müssen   2x durch den Securitycheck, um in den Warteraum am Gate zu gelangen,   wo schon zweihundert Leute sitzen, die von Mombasa nach Frankfurt   fliegen. Voll ist die Maschine allerdings nicht. Es nieselt leicht,   als wir um 10:15 auf der Startbahn stehen. Die Flugzeit nach   Frankfurt wird mit 8 Std. 15 Minuten angegeben.
Nach einer halben Stunde haben wir einen tollen Blick auf den Kilimanjaro.

Das Essen ist hervorragend und der Flug total ruhig.   Über Europa ist schönes Wetter und es ist eine Freude, die   wohlbestellten Felder an der Donau und in Österreich aus 10 km Höhe   zu betrachten. Um 18:40 Uhr landen wir; hier in Frankfurt ist es   jetzt 17:40 Uhr. Da wir zu früh angekommen sind, muss die Maschine   auf einer Außenposition  stehen bleiben. Eine Stunde später   stehen wir immer noch am Gepäckband und warten   auf unseren zweiten Koffer, der nicht aufzufinden ist. Es lässt sich   nicht feststellen, ob er in Frankfurt ist oder in Mombasa oder   Sansibar geblieben ist. So geben wir eine Verlustmeldung auf und   verabschieden uns. Draußen sind es 35°C - wärmer als in Sansibar.   Das freut uns - und dass unser Koffer zwei Tage später    gebracht wird, auch.
Das war Sansibar 2015 und wir waren begeistert!.
====================================================================================================
Mittwoch, 8.2.2017
Wir sind schon wieder in Sansibar!   Schuld daran ist die Condor, die uns einen superpreisgünstigen   Business-Flug dorthin angeboten hat.  Das wollten wir uns nicht   entgehen lassen und haben uns den schon fast ein Jahr vorher   gesichert. Leider hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht,   denn in dieser Zeit hat das Hotel La Gemma dell ´Est die Preise um   50 % erhöht. Darüber waren wir stinksauer, wollten aber kein anderes   Hotel nehmen, weil uns gerade dieses mit dem schönen Strand und dem   erstklassigen Service so gut gefallen hatte.
Was uns nicht so gut gefallen hatte, war unser Bad im Zimmer 101,   das im Gegensatz zu den anderen Räumen nebenan nicht renoviert war.   So hatte ich eine Mail zum Hotel geschickt und von Timo Maier, dem   Reservation-Manager eine Nachricht bekommen, das sei jetzt erfolgt   und er würde sich freuen, uns dort begrüßen zu dürfen.
Bei unserer Ankunft werden wir nett   begrüßt und bekommen auch wieder das gewünschte Zimmer 101. Wir sind   enttäuscht, dass nichts renoviert wurde und alles genau so wie vor   zwei Jahren aussieht.  Aufgrund unserer Beschwerde wird uns   angeboten, nach zwei Tagen in Nr. 105 zu wechseln und ab 22.2. in   eine Suite zu ziehen. Das besänftigt uns ein wenig und wir nehmen   uns vor, alles sportlich zu sehen und uns den Urlaub nicht verderben   zu lassen.
Leider müssen wir feststellen, dass   sich gegenüber unserem Aufenthalt vor zwei Jahren vieles   verschlechtert hat. Deshalb will ich in dem folgenden Bericht nicht   die einzelnen Tage aufführen, sondern die wesentlichen Änderungen   gegenüber 2015 beschreiben, zumal der Aufenthalt in einer ganz   anderen Jahreszeit stattfand.
Donnerstag, 9.2.2017
Unser   erster Tag beginnt entspannt. Wir haben gut geschlafen und stehen um   8:00 Uhr auf. Es hat in der Nacht geregnet und die Wege zum   Pavillon-Restaurant sind sehr glitschig. Für Leute, die nicht gut zu   Fuß sind, ist diese Anlage wirklich nichts. Auf den Hauptwegen hat   man deshalb schon einen Streifen anders zementiert.  Der Himmel   ist bedeckt und manchmal tröpfelt es. Das Frühstück lässt keine   Wünsche offen. Besonders das Angebot an tropischen Früchten ist   fantastisch. Die Mangos und Papayas sind sehr süß und auch die   Grapefruits, die am Büffet filettiert werden. Im Vergleich zu   unserem Urlaub vor zwei Jahren hier scheint sich die Qualität der   Küche nicht verändert zu haben.
Bei meinem ersten Strandspaziergang stelle ich fest, dass neben dem   Hideaway Resort nebenan ein neues Luxusresort gebaut wird. Alles ist   abgesperrt und der Baulärm dringt bis zum Strand.

An der Rezeption   fragen wir nach und erfahren, dass es ein tschechischer Konzern sein   soll, der das Hotel baut. Das wird sicher eine schöne Anlage, denn   der originäre Palmenbewuchs und die Weitläufigkeit versprechen einen   traumhaften Garten. Und der Strand davor ist genau so traumhaft:
Der   Baulärm ist harmlos gegen den Krach, den die Feriengäste auszuhalten   haben, die ein Stück weiter in Kendwa im Gold Sansibar Hotel wohnen.   Sie berichten mir von den Presslufthämmern, die von morgens bis   abends rattern und sind stinksauer. Die Buchungen über Secret   Escapes, Tui oder Thomas Cook sind dort ziemlich preiswert, aber   wenn man es recht betrachtet, hat das 5-Sterne Resort nur 3 Sterne   nach europäischem Standard verdient. Aber das ist eigentlich klar:   Der Strand zwischen Nungwi und Kendwa ist der schönste Strand der   Insel und da ist es kein Wunder, dass die Hotelkonzerne versuchen,   dort eine neue Anlage zu etablieren.
Am Abend teste ich die   Übertragungsgeschwindigkeit der Internetverbindung, die für alle   Zimmer per WLAN zur Verfügung gestellt wird. Schließlich sind große   Masten in der Anlage verteilt, die das Signal verstärken und   verteilen. Bei Speedtest komme ich auf 2469 kbit/s für einen   Download und 841 kbit/s für Uploads. Im Gegensatz zu unserem   Aufenthalt 2015 erhält man jetzt in der Rezeption einen persönlichen   Code, der 7 Tage gültig ist. Dann muss man ihn erneuern. Die   Verbindung ist nicht verschlüsselt und vielfach von den deutschen   Servern geblockt, weil sie nicht vertrauenswürdig ist.
Ärgerlich finden wir auch, dass im Fernsehen kein deutscher Sender   mehr zu empfangen ist und dass man sich an Stromausfälle gewöhnen   muss. Ein Streaming von Filmen über das Internet ist nur mit Ruckeln   oder Aussetzern möglich.
Samstag, 11.2.2017
Wir sind inzwischen unter Mithilfe des   Reception Managers Timo Maier in das Zimmer 105 umgezogen und sind   sehr zufrieden. Wir stellen fest, das die Temperaturen hier im   Februar deutlich höher sind als im Juni oder Juli. Am Tage kommen   wir so auf 30° C im Schatten und am Abend auf 26 °C. Es sind auch   mehr Moskitos da oder Sandflöhe, denn ich habe in der Nacht vier   Stiche von irgendwelchen Viechern bekommen, die unheimlich jucken.
Ich mache einen langen Strandspaziergang in Richtung Nungwi bis zum   Hilton Double Tree Resort. Der anfangs so schöne Strand wird hinter   dem Royal Sansibar Hotel immer schlechter. Schließlich geht das   Wasser bei Ebbe so weit zurück, dass man die Brandung gar nicht mehr   sieht. Da können wir nur froh sein, dass wir das Hilton nicht   gebucht haben.

Fotomotive   bieten sich dennoch  genug, weil die meisten Fischerboote wegen   der Ebbe auf Grund liegen. Alle Fischer arbeiten fleißig auf den   Booten und an den Netzen, um für den Start bei der nächsten Flut   wieder fit zu sein.

Sonntag, 12.2.2017
Es ist ein heißer Tag mit wenig Wind,   aber im Schatten unter den Palmen lässt es sich aushalten. Zur Happy   Hour in der Sunsetbar erleben wir eine Überraschung, denn Jim Beam   und Jack Daniels kosten jetzt plötzlich 6 Dollar  zusätzlich -   auch für All Inclusive Gäste. Das war vor zwei Jahren noch nicht so.   Auch andere Edelmarken werden nicht mehr kostenlos eingeschenkt.   Aber unsere Passionfruit Colada und der Caipirinha sind sehr gut.   Wir genießen den schönen Sonnenuntergang und beobachten die Fischer,   die mit ihren Booten jetzt nach Kendwa zurückfahren:

Montag, 13.2.2017
Als wir   nach dem Frühstück zum Strand hinuntergehen und uns eine freie Liege   aussuchen wollen, sind wir sehr erstaunt, dass so viele Liegen unter   den Sonnendächern bereits mit Handtüchern und Büchern belegt sind.   Und gerade die attraktiven vorn am Meer! Gerade das hatten wir doch   vor zwei Jahren so geschätzt, dass keine Liegen reserviert waren und   man völlig entspannt sich etwas aussuchen konnte.
Wir fragen die Boys an der Handtuchausgabe und erfahren, dass sie   das für uns auch gerne erledigen würden. Wir sollten nur sagen,   welche Liege wir haben wollten und die wäre dann am nächsten Morgen   für uns reserviert. Für 1$ Trinkgeld machen die Boys nämlich alles   und so werden auch wir in die Korruption hineingezogen, die in   Sansibar so verbreitet ist. Für Morgen sind auch wir mit der Methode   einverstanden. Die Bücher haben die Jungs in ihrer Handtuchbude und   machen so die Belegung plausibel.
Mittags schauen wir uns die Kataloge der Reiseveranstalter im   Lobby-Café an: Neben den italienischen und deutschen   Reiseveranstaltern wie TUI, Meiers, DERTour und Thomas Cook sind   auch Kuoni, zwei tschechische und zwei polnische Veranstalter sowie   einer aus Lettland dabei. Das ist erstaunlich. Die meisten fliegen   mit Oman Air. Von Israel sehen wir keinen Katalog, obwohl uns der   Manager gesagt hat, dass sehr viele israelische Gäste im Hotel   seien.
Die Ausflüge sind alle sehr teuer, die kann man in Nungwi oder   Kendwa am Strand deutlich preiswerter bekommen. Da wir aber einen   Deutsch sprechenden Führer für Stonetown wollen und spezielle   Wünsche haben, buchen wir für 50 $ pro Person bei Zaritours eine   private Tour.
Mittwoch, 15.2.2017
Um 9:00 Uhr geht es mit Zaritours los.   Am Hoteleingang steht ein komfortabler Bus mit Fahrer und Rashidi,   unser Guide empfängt uns. Er spricht leidlich gut deutsch und wir   besprechen unser Tagesprogramm.
Eine Stunde später sind wir in Stonetown und spazieren über den   Markt. Auf der einen Seite der Markthalle werden die Fische an die   Händler versteigert, die sie 20 m weiter in der Halle an die Kunden   verkaufen.

Die Händler haben ihre eigenen Stände und bieten dort   die von den Fischern ersteigerten Fische an.

Es riecht seltsam in der Halle - ein Stück weiter bei dem   Rindfleisch und dem (wenigen) Ziegenfleisch auch. Ziegenfleisch ist   teuer, weil nur wenig angeboten wird.
Für Geflügel gibt es eine eigene Markthalle, aber auf die verzichten   wir, als wir den großen Korb mit den Küken  und jungen Hühnern   sehen. Die hygienischen Bedingungen, unter denen das Fleisch  auf dem   Markt verkauft wird, können natürlich nicht mit denen verglichen   werden, die wir von Europa gewöhnt sind.
Beim Gang durch die   Altstadt sind wir gespannt, was sich in den letzten beiden Jahren   verändert hat, denn die UNESCO finanziert den Aufbau. Aber alles ist   verfallen und schmutzig, nur wenige Häuser sind renoviert. Das fällt   sehr ins Auge, wenn man die Haustüren miteinander vergleicht.
Wir   besuchen anschließend das alte Fort, wo wir beim letzten Mal nicht gewesen sind,   spazieren am House of Wonders vorbei und machen Fotos vom Hafen, wo   das Laden und Entladen der Boote wie im Mittelalter immer noch von Hand   geschieht:

Auf dem   Foto wird gerade Holzkohle entladen, die mit den Booten vom Festland   herübergebracht wurde. Der von den Fluten zerstörte Kai wurde nicht   repariert und die Hafenarbeiter bahnen sich mühsam den Weg über die   gebrochenen Betonplatten.
Zwischendurch erfahren wir von Rashidi einiges über die Geschichte   Sansibars, wie z.B., dass ein Lehrer oder Polizist etwa 100-200   Dollar im Monat verdient, dass es keine Krankenkasse und   Altersversicherung gibt und die Kinder die Alten ernähren müssen. In   den normalen Schulklassen sitzen zwischen 70-80 Schüler und in den   Privatschulen die Hälfte. Wenn eine unverheiratete Frau schwanger   wird, muss der Mann sie heiraten oder er wird bestraft. Er kann sich   aber aus dem Staub machen, im Nachbardorf unterkommen oder auf   dem Festland. Wenn er dann nach drei Jahren wieder zurück kommt, ist   fast alles vergessen und nicht mehr so schlimm. Er gibt dann ein Bakschisch und alles ist wieder gut. So ist das übrigens auch, wenn   man von der Polizei wegen eines Verkehrsdeliktes erwischt wird: Man   gibt sein Fehlverhalten gegenüber dem Polizisten zu, entschuldigt   sich und gibt ihm einige Schillinge als Bakschisch in die Hand. Damit   ist dann die Sache erledigt...
Wir müssen   begreifen, dass die afrikanischen Traditionen und Verhältnisse nicht   so einfach geändert werden können, wie wir uns als Europäer das   vorstellen.  So ist das auch mit der Schulbildung der Kinder:   Die müssen teilweise bis 4 km zur Schule laufen und das ist in der   Hitze, in der Regenzeit oder während des Ramadans zuviel. Aber statt   den Kindern das Essen zu erlauben und sie in die Schule zu schicken,   hält man sie zu Hause. Während der Erntezeit sowieso, denn da sollen   sie bei der Feldarbeit helfen. Die Schulpflicht wird nicht überprüft   und für Mädchen teilweise als sehr überflüssig angesehen, denn   Bildung braucht man zum Kinderkriegen nicht. Ahmed, ein 22 jähriger   Familienvater, erzählt uns einige Tage später, als wir ihn danach   fragen, dass es ja sehr sinnvoll sei, dass man möglichst viele   Kinder mache, denn die brauche man ja, damit sie einen später   ernähren könnten. Und wenn man 10 Kinder hätte, dann wäre der Anteil   für den Einzelnen nicht so hoch. Wenn man nur zwei hätte, wäre die   Belastung viel zu groß.
Donnerstag, 16.2. 2017
Eigentlich sollte es heute Abend einen   afrikanischen Abend geben, aber der ist auf Samstag verschoben   worden, weil eine große Gruppe aus Südafrika am Samstag kommen soll.   Es ist eine Firma, die hier als Belohnung für die Mitarbeiter ein   entspanntes Wochenende gebucht hat. Wir erfahren auch, dass   nachgefragt wurde, ob denn genug alkoholische Getränke vorhanden   seien und mitgeteilt wurde, dass man einen eigenen Arzt mitbringen   werde.
Wir sind sehr gespannt, wie sich das entwickelt. Jedenfalls ist es   den ganzen Tag über bedeckt, was wir aber gar nicht schlecht finden.
Freitag, 17.2.2017
Anscheinend ist das Hotel heute   ziemlich leer. Am Strand ist die Hälfte der Liegen weggeräumt   worden, weil die große Gruppe erwartet wird, für die ein Büffet am   Strand aufgebaut wird.
Es ist ein heißer Tag und wir müssen   unsere Liegen immer weiter in den Schatten rücken. Ich setze mich   auf eine Klippe am Strand und fotografiere die "Plastik-Massai", wie   sie von den Einheimischen genannt werden. Manche sind echte Massai,   andere haben sich als Massai-Krieger verkleidet und bilden  mit   ihren farbenfrohen Kostümen exotische Fotoobjekte für die Touristen.   Besonders die italienischen Touristinnen sind lockende Ziele, die   sie bei ihren Spaziergängen ansprechen und dann begleiten.   Inzwischen sprechen viele von ihnen recht gut italienisch.

"Plastik-Massai" sind bei Strandspaziergängen   exotische Begleiter für viele Touristinnen
Natürlich haben auch   alle die Fotosucht der Touristen als neue Geldquelle entdeckt. Ein   typisches Beispiel: Am Strand liegt ein Seestern - eigentlich nichts   Besonderes. Ein Massai hebt ihn auf und sofort fragen 4 Touristen   brav, ob sie ihn fotografieren dürfen. Sie haben ja vom Reiseleiter   erzählt bekommen, dass die Massai es ja nicht gern haben, wenn man   sie fotografiert und deshalb solle man sie vorher fragen.    "Zwei Dollar" sagt er und die Touristen zücken die Cameras und die   Portemonnaies...

Das gab es vor zwei Jahren noch nicht.   Eigentlich schade, aber man kann es den Einheimischen nicht   verdenken, dass sie sich auf diese Weise das Geld für ihren   Lebensunterhalt verdienen wollen. Ein Stück weiter treibt ein   Rinderhirt seine Tiere am Strand entlang, die bei Ebbe das Seegras   fressen, das nun frei liegt. Natürlich kommen Strandwanderer vorbei   und fragen, ob sie ein Foto machen dürfen. Er nickt und hält stumm   die Hand auf... Der Dollar wechselt den Besitzer und der Tourist ist   zufrieden mit seinem Foto.

Der Rinderhirt braucht nur bei Ebbe mit seinen Rindern den Strand   entlang zu wandern und hat anschließend so viel verdient, dass er   damit mehr in der Tasche hat als jeder Fischer, der mühsam die Netze   auslegen muss und nicht weiß, was er abends darin finden wird.

Smartphones haben alle - es ist das   neue elektronische Spielzeug, das die Koreaner hier auf die Insel   gebracht haben. Fotos und Selfies sind nicht nur bei den Touristen   begehrt, sondern auch bei den Plastik-Massai.
Am Nachmittag ist die   südafrikanische Firma eingetroffen und es wird deutlich lauter am   Pool. Zur Happy Hour gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang,   aber jetzt fahren die Dhaus mit dröhnenden Trommeln und gröhlenden   Touristen vorbei und stören die Idylle. Die Fahrten zum   Sonnenuntergang haben sich zu Saufgelagen mit übermütigen Touristen   entwickelt, die jauchzend von Bord ins Wasser springen.

Samstag, 18.2.2017
Der Himmel ist bewölkt und die   Wolken hängen tief. Es regnet zwei Stunden lang und danach kommt die   Sonne heraus. Die Touristen erscheinen erst gegen Mittag, aber   irgendwie müssen es die Moskitos gemerkt haben, denn ich habe zwei   neue Stiche bekommen. Am Nachmittag wird es ziemlich laut am Pool,   weil die Gruppe aus Afrika mit Bierdosen im Pool steht und sich   lautstark unterhält und johlt.
Ärgerlich ist auch der Krach der herumbrausenden Jetskies. Das gab   es ebenfalls vor zwei Jahren noch nicht. Mit der Ruhe ist es also   vorbei. Schade.
Zur Happy Hour wird uns ein schöner   Sonnenuntergang mit toll gefärbtem Himmel beschert. Leider fahren   nicht die richtigen Boote für ein optimales Foto vorbei, aber es   überspannt uns dennoch ein stimmungsvoller Abendhimmel:

Die Mädels vom Service haben alle gute   Laune, weil die Leute aus der südafrikanischen Gruppe sehr freizügig   sind. Sie sind heute in farbenprächtige Nationaltrachten gehüllt und   freuen sich über jedes Foto, das man ihnen anschließend zeigt:

Janeth und Felicia lassen sich gern   fotografieren und halten anschließend nicht einmal die Hand auf... Ich schicke ihnen dafür über die E-mail Adresse einer Freundin das Foto und sie   freuen sich mächtig!
Am Abend findet das   Büffet im African Village statt mit der lautstarken Gruppe aus   Südafrika. Den umgehen wir und essen unten am Strand in der   Pizzeria. begeistert sind wir aber nicht, weil das Bier warm ist und   die Pizza mäßig.
Mittwoch, 22.2.2017
Nach zwei sehr heißen Tagen ist es   bedeckt heute Morgen. Nach dem Frühstück hole ich mir einen neuen   WIFI-Code an der Rezeption. Der ist jetzt immer nur noch 7 Tage   gültig. Schön ist, dass man für das Standup-Paddling und das   Kanufahren nichts bezahlen muss.
Dafür kommen jetzt immer mehr   Anbieter mit Jetskies an den Anlegesteg und animieren die   Hotelgäste, ein paar schnelle Runden zu drehen. Das machen dann auch   einige und damit ist die Ruhe für die anderen dahin.
Weit unangenehmer finde ich aber, dass heute die ersten Drohnen über   dem Hotelgelände entlang fliegen. Mal höher, mal niedriger, mal   übers Wasser, mal über den Garten. Der Steuermann ist nicht   auszumachen, aber damit ist dann auch eine gewisse Privatsphäre   dahin, wenn man damit rechnen muss, ungefragt fotografiert oder   gefilmt zu werden. Eigentlich müsste man so etwas verbieten.
Wenn man die Anbieter fragt, wo die besten Stellen   zum Tauchen oder Schnorcheln sind, bekommt man sehr unterschiedliche   Antworten. Zunächst einmal will jeder die Ganztagestour nach Mnemba   Island verkaufen. Das ist das kleine Privatinselchen, das Bill Gates   gehören soll. Das Betreten der Insel ist nur denen erlaubt, die   in dem dort angesiedelten Öko-Resort wohnen. Am Riff davor darf aber   geschnorchelt und getaucht werden. In unserem Hotel kostet die Tour   mehr als 100 Dollar, während die Anbieter in Nungwi das für die   Hälfte machen. Am Strand laufen viele Verkäufer entlang, die auch   solche Touren vermitteln, dort buche ich eine Privattour zur Insel Tumbatu für den nächsten Tag. Da ich aber allein fahren will und   bestimmen, wo ich schnorcheln will, kostet das 45 Dollar. 15 Dollar   muss ich anzahlen.
Freitag, 24.2.2017
Um 9:20 Uhr wartet Haji am Anleger, den ich gestern bei Ahmed für einen Schnorcheltrip zur Insel Tumbatu gebucht hatte. Er besitzt ein kleines Kunststoffboot mit Außenbordmotor, das er zu einem Ausflugskahn umgebaut hat. Innen ist er links und rechts primitiv mit Holzbänken ausgerüstet, ein verrostetes Rohrgerüst  mit einer Plane dient als Sonnenschutz.
Am Strand steht Ahmed, dem ich die restlichen 30 Dollar aushändige. Als ich eingestiegen bin, fragt er mich, was ich denn für die Fahrt bezahlt habe. Wahrheitsgemäß antworte ich, dass ich 45 Dollar bezahlt hätte , worauf er wutschnaubend an den Strand zurückläuft und mit Ahmed gestikulierend verhandelt. Der lässt sich aber nicht beeindrucken und schüttelt mit dem Kopf.
Wütend steigt er zu mir ins Boot, lässt den Motor an und fährt los. Immer wieder redet er mit sich selbst und ist wütend. Ich kann zwar nur wenige Worte Kiswahili, aber mit Gesten und einigen englischen Worten erfahre ich, was ihn so wütend gemacht hat: Ahmed hat ihm nämlich erzählt, er hätte den Deal mit mir für 35 Dollar gemacht, 5 Dollar behalte er als Vermittlungsprovision und 30 Dollar wären für ihn. "Papasi, Papapasi!" schimpft er . Ich wusste zwar nicht, was er damit meinte, konnte mir aber denken, dass es ihn wurmte, wieder um 10 Dollar betrogen worden zu sein.
Missmutig steuert Haji das Boot über   das Meer. Er erklärt mir, wie viel Geld doch 10 Dollar für ihn sind,   wo allein der Sprit schon 5 Dollar kostet, den er für die Tour mit   mir verfährt. Ich sage ihm, dass ich ihn vollkommen verstehe, aber   wenn er die Vermittler einsparen wolle, müsse er selbst mit den   Touristen reden.

Das könne er nicht, antwortet er, weil er kein Englisch spräche. Außerdem hätte er nichts anderes zum Anziehen. Alles, was ich in meiner Badetasche   außer Flossen, Tauchermaske, Schnorchel und Handtuch habe, sind 5   Dollar, die ich als Notreserve für Getränke unter dem   Reissverschluss habe. Die zeige ich ihm und gebe sie ihm. Das stimmt ihn versöhnlich und seine Laune bessert sich sichtlich. Er setzt sich gerade hin, setzt seinen Hut auf und lächelt zum   ersten Mal. Die Welt ist wieder in Ordnung.

Dennoch ist die   Ausbeute am Korallenriff sehr mager. Wir fahren um die ganze Insel   Tombatu herum und Haji grüsst seine alten Kumpanen, die Fischer, die   hier ihre Angeln ausgeworfen haben. Er bedeutet mir, dass er früher   auch zu ihnen gehört hätte, aber jetzt mit den Ausflugsfahrten   deutlich mehr verdienen würde.

Das Riff ist ziemlich   tot; einige Korallenfische tummeln sich zwischen den verbliebenen   Korallen. Leider ist das Wasser ziemlich milchig und die Sonne   scheint auch nicht richtig. Schade - dabei sah es so gut aus, als   wir abgefahren sind.

Gegen   Mittag sind wir wieder zurück am Hotel. Der Himmel ist bedeckt und   es weht ein leichter Wind. Viele neue Gäste sind angekommen. Jetzt   ist Ebbe und die Händler bevölkern den Strand. Ich erfahre von Coco,   unserem einheimischen Animateur, dass "Papasis"  in der   wörtlichen Übersetzung "Zecken" bedeutet und dass damit die   illegalen Händler und Vermittler, aber auch die Beachboys gemeint   sind. "Schlepper, Nepper, Bauernfänger" würde man bei uns sagen.
Montag, 27.2.2017
Ich schwimme am Vormittag bei Ebbe   zum Riff hinaus, weil ich viele Fischer mit ihren Booten draußen   sehe, die dort nach Polypen tauchen. Es sind viele Seeigel zwischen den   Korallen. Früher war das Riff in Ordnung, jetzt ist es tot und nur   an wenigen Stellen sind noch bunte Korallen zu finden.

Die Fischer sind   wirklich arme Schlucker. Sehr oft sehen wir sie morgens hinausfahren   und mit nur wenigen Fischen oder Polypen zurückkommen.
Dienstag, 28.2. 2017
Letzter Tag im afrikanischen   Paradies. Nach einem heißen Tag gibt es zur Happy Hour keinen   schönen Sonnenuntergang mehr, sondern nur noch lärmende Touristen   auf den vorbeifahrenden Dhaus. Wir verabschieden uns von der   Kellnerin Florence mit 5 $ Extratrinkgeld und sie ist happy. Das italienische Büffet am Abend ist nicht besonders   toll, aber es gibt richtig guten Schinken und Parmesankäse.
Irgendwie ist mir die   Insel mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Ich habe inzwischen   einen aktiven Wortschatz von 64 Ausdrücken in Kiswahili gelernt und die   Kellnerinnen und Kellner freuen sich und lächeln, wenn ich mich von   ihnen am Abend verabschiede und "usiku uwa mahaba" sage. Das heißt   "Ich wünsche Ihnen eine romantische Nacht." Natürlich lernt man dann   im Gespräch mit ihnen auch die Unterschiede zu einer "kimapenzi   usiku" und einer "usiku kusisimua", also einer   erregenden sexuellen und einer aufregenden Nacht. Wenn ich etwas nicht weiß, gebe   ich es in den Google-Übersetzer für Suaheli ein und bekomme die   Antwort. Wir lachen uns dann alle zusammen über die englische    Übersetzung kaputt, denn die deutsche verstehen sie ja nicht.
Das ist wichtig   und schafft eine entspannte Atmosphäre. Entscheidend ist jedenfalls,   dass sie Spaß haben und lächeln: "Tabasamu - ni muhimu".
Mittwoch, 1.3.2017
An unserem   Abreisetag stellen wir fest, dass sich nichts gebessert hat in Sansibar, seit   wir vor zwei Jahren hier waren. Nur der Nepp hat zugenommen. Als wir   uns nach dem Frühstück von dem Kellner verabschieden, sagt er: "Usiende"   ("Fahr nicht weg!") und ergänzt auf Englisch, ich könnte doch noch etwas da bleiben und ein   bisschen mehr Kiswahili lernen!. Das rührt mich doch, weil es   ehrlich gemeint ist und weil wir immer zusammen gelacht haben, wenn   er mir neue Worte beigebracht hatte.
Aber Sansibar ist nicht zu retten   und verbleibt wegen der traditionellen Strukturen und der Korruption   im Mittelalter. Die koreanischen Smartphones stecken zwar in den   Taschen der Sansibari, aber in den Herzen dominieren die   animalistischen Vorstellungen Schwarzafrikas und die verkrusteten   Lehren des Islam. Schade.
Als wir uns an der Rezeption   abmelden, bezahlen wir noch 49.75 Dollar für Postkarten und die   Resort Fee, sind dann aber sehr erstaunt, als uns ein Kuvert   überreicht wird, in das wir für das Servicepersonal einen "Bakshisi"   legen sollen. Das gab es vor zwei Jahren auch noch nicht und es   hatte uns doch jemand vom Servicepersonal gesagt, dass in diesem   Hotel kein monatlicher oder halbjährlicher Bonus ausgezahlt würde.   Wer weiß also, wo das wieder hinwandert...
Wir stecken einen 20 $-Schein hinein und geben dem Porter 2 $ für   die Koffer, die er zu unserem Taxi trägt. Für jede kleinste   Dienstleistung wird inzwischen ein Trinkgeld erwartet, weil man   erkannt hat, dass die Touristen für alles bezahlen und dass es   trickreiche Methoden gibt, die Touristen auszunehmen. Das ist ein   typisches Merkmal, das wir in fast allen afrikanischen   Ländern erlebt haben. So werden die Touristen wie ganz von selbst in   den Teufelskreis der Korruption eingebunden: Wenn du eine   Gefälligkeit haben willst, dann musst du einen Bakschisch geben.   Nicht umsonst ist der Begriff in die Suaheli-Sprache als "bakshisi"   übernommen worden.
Bei unserem Check-In am Flughafen   brauchen wir im Übrigen keine Ausreisesteuer von 49 $ zu bezahlen.   "Heute nicht" sagt der Angestellte am Schalter und hämmert mir den   Ausreisestempel in den Pass. Bei meiner Frau vergisst er es und die   ist also bis heute amtlich immer noch in Sansibar...
So schön der Urlaub in Sansibar   auch war, wir sind erleichtert, als wir in der Condor-Maschine nach Frankfurt sitzen und unter uns die Häuser von   Stonetown entschwinden.

Die Armut der Bewohner ist nämlich irgendwie   beklemmend und erinnert uns daran, wie wir als Europäer die   Afrikaner während der Kolonialzeit ausgebeutet haben. Kein Wunder,   dass wir jetzt die Quittung bekommen und die Afrikaner Europa   überschwemmen, um sich ein Stück von dem Reichtum zurückzuholen, in   dem die Europäer schwelgen.
Das war   Sansibar. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen. Ich hoffe,   es sind einige hilfreiche Informationen für Sie dabei, wenn Sie   Sansibar besuchen wollen. Die Informationen über das Hotel stimmen allerdings inzwischen nicht mehr, denn es ist heruntergewirtschaftet worden und dann an die RIU-Kette verkauft worden, die es renovieren und Ende 2021 wieder eröffnen will.
Vielleicht haben   Sie ja noch Lust, andere Reiseberichte von mir zu lesen? Dann   schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!
Zurück zum Seiteninhalt