Pacific Rim Cuisine und Hawaiian Fusion in den Hawaii-Restaurants

Maui Hookipa Strand

Reisetipps für Hawaii und Reiseberichte von Paul Tresselt

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Pacific Rim Cuisine und Hawaiian Fusion in den Hawaii-Restaurants

Besonderheiten der polynesischen Küche in Hawaii
Die hawaiianische Küche ist geprägt von ihrer  Geschichte. Schon die polynesischen Ureinwohner verwendeten zu Captain Cooks Zeiten alle Arten von Fisch, Geflügel, Schweinefleisch, Kartoffeln   und einheimisches Gemüse. Die Europäer brachten ihre eigenen Pflanzen mit, bauten tropische Früchte auf Plantagen an und beschäftigten Chinesen, Koreaner und Japaner als Arbeitskräfte, die wiederum Reis, Soja, süß-saure Soßen und   asiatische Gewürze einführten. Zwischen 1880 und 1920 entwickelte sich aus dem Völkergemisch eine einheimische Küche, die sich auch behauptete, als Hawaii 1959 der 50. amerikanische Staat wurde.
Von diesem Zeitpunkt verstärkte sich zwar der ungesunde amerikanische   Ernährungseinfluss auf die Inselgruppe, konnte sich aber nicht   durchsetzen. Begünstigt wurde das in den 90er Jahren durch die Tendenz zur kalorienarmen Ernährung, wie sie ja schon seit jeher in der japanischen und chinesischen Küche verankert ist.
Da in den großen Hotels in Hawaii Köche aus aller Herren Länder   arbeiten, entspann sich im Laufe der Zeit ein Wettbewerb unter ihnen,   wem es wohl am besten gelang, die vielfältigen Fischarten, Früchte und   Gemüse der hawaiianischen Inseln mit Grill, Pfanne oder Wok unter   Verwendung der südostasiatischen Gewürze und Saucen zu einer   schmackhaften Komposition zu verschmelzen.
Die Pioniere dieser "Hawai´i  Regional Cuisine   waren 12 kreative Spitzenköche:
  • Sam Choy, Roger Dikon, Mark Ellman,
  • Beverly Gannon, Jean-Marie Josselin,
  • George Mavrothalassitis, Peter Merriman,
  • Amy Ferguson Ota, Philippe Padovani
  • Gary Strehl, Alan Wong, Roy Yamaguchi.
Die daraus entstandene "Pacific-Rim-Cuisine"   krönt seit zwei Jahrzehnten die Speisekarten der Restaurants. Seit 2006   bemüht man sich, die Feinheiten der europäischen Küche zu integrieren   und spricht nun von der "Hawaiian Fusion Cuisine". Hinzugekommen   sind nämlich neben erstklassigem Rindfleisch aus den USA auch   australisches Lamm sowie Wild aus Neuseeland.
Die Creationen sind wirklich einzigartig; die Speisekarten klingen wie  eine Symphonie exotischer Früchte und Gewürze.
Ein Beispiel aus dem Restaurant   "Wahooo Seafood Grill and Bar" in Kauai, das mehrmals von den Einheimischen als bestes Seafood-Restaurant der Insel gewählt wurde.:
Hapapuu´pu
Delectable sea bass seasoned and grilled seared, set upon a mound of   whipped washabi mashed potatoes, sauteed fresh mushrooms and spinach, complemented with garlic Pesto Cream Sauce
Auf deutsch:
Köstlicher Wolfsbarsch, gewürzt und auf dem Grill gebraten, serviert auf   einem Hügel von schaumig geschlagenem Kartoffelpüree mit grünem   Meerettich, als Beilage in Butter gedünstete frische Champignons und   Spinat. Alles garniert  mit einer cremigen Kräuter-Sauce und einem Hauch Knoblauch.
Läuft Ihnen da nicht das Wasser im Mund zusammen? Im Bild sehen Sie die den Teller hinten; meine Frau hatte vorn das Gericht bestellt, ich weiß  aber nicht mehr, ob es Schwertfisch oder Ono war. Jedenfalls haben wir hervorragend gegessen und jeder 29,75 $ bezahlt (Okt. 2017). Das waren noch Zeiten!
Jetzt können Sie sich vorstellen, wie entsetzt wir waren, als wir im Oktober 2018 feststellten, dass das Wahooo plötzlich geschlossen hatte und auch die Webseite zum Verkauf steht. Keiner weiß warum.
Fische in den Gewässern rund um Hawaii
Bei dem Fischreichtum im Pazifik verwundert   es keinen, dass Fische das Hauptnahrungsmittel der Inseleinwohner von   jeher waren und es heute noch sind. Dementsprechend groß ist das Angebot   in den Restaurants. In Hawaii gibt es viele Fische mit hawaiianischen   Namen, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Aber die Kellner aller   Restaurants sind darauf eingestellt, dass die Touristen die Namen der   einheimischen Fische nicht kennen. Das gilt auch für amerikanische   Touristen. Fragen Sie also ruhig nach und lassen Sie sich die   Zubereitung erklären. Hier die wichtigsten Arten:
Ahi
(= yellowfin tuna und bigeye-tuna). Außerordentlich populär ist der   kleine Thunfisch mit den gelben Flossen. Er wird in allen   Variationen angeboten. Die Hawaiianer lieben ihn auch in dünnen   rohen Scheiben auf japanische Art ("sashimi") und natürlich auf die   uralte hawaiianische Art ("poke"), bei der dünne rohe Scheiben   mariniert werden. Der etwas größere Bigeye-Thunfisch (20-30 Pfund)   wird genauso so verwendet.

Mahimahi
(= dolphinfisch oder dorado). Das ist der bekannteste Speisefisch in   Hawaii. Er hat nichts mit dem Delphin zu tun, sondern heißt   seltsamerweise nur so. Er gehört zur Gruppe der Goldmakrelen. Die sehr schmackhaften Filets sind weiß bis   rosafarben, aber auch nicht billig, wenn sie frisch gefangen sind.   10-20 Pfund schwer sind im Durchschnitt die gefangenen Exemplare.

Onaga
(= ruby snapper). Eigentlich ist das der japanische Name für den   Roten Snapper; er wird aber überall so genannt, ob wohl der   hawaiianische Name ula`ula lautet. Ein sehr leckerer Speisefisch;   das Fleisch ist noch etwas saftiger und geschmackvoller als das vom   Pink Snapper. Die Fanggewichte rund um Hawaii liegen zwischen 2 und   18 Pfund.

Ono
(= wahoo). Er gehört zu der Gruppe der Königsmakrelen und hat   weißes, schmackhaftes Fleisch. "Ono" heißt "lecker" auf   hawaiianisch. Die um Hawaii herum gefangenen Exemplare haben ein   Gewicht von 8- 30 Pfund, obwohl sie noch viel größer werden können..

Opakapaka
(= pink snapper). Nirgendwo auf der Welt wird der Pink Snapper so schön fett wie in den hawaiianischen Gewässern (12- 18 Pfund). Die hell-rosa farbigen Filets werden in den Restaurants meist gedünstet oder gebraten angeboten.

Monchong
(= sickle pomfret). Dieser Tiefseefisch wird nur in Hawaii und in Japan so genannt. Er wird zwischen 2kg und 20 kg schwer und lebt in Tiefen von über 300 m. Seine Farbe ist dunkel, fast schwarz und manchmal bronzefarben. Normalerweise wird er zusammen mit Thunfischen gefangen und meist mit Tiefseeangeln. Er ist außerordentlich schmackhaft, weil er weißes, zartes Fleisch hat, das sehr fettreich ist. Deshalb eignet er sich auch gut zum Grillen.

Opah
(= moonfish). Die um Hawaii herum gefangenen Mondfische sind   durchweg 60-200 Pfund schwer. Ihr Fleisch ist sehr unterschiedlich -   je nachdem aus welcher Stelle es herausgeschnitten wurde. Die Farbe   reicht von weiß über rosa, orange, rot bis braun. Es schmeckt   hervorragend und eignet sich zum Braten und Grillen.

Shutome
(= swordfish). Eigentlich ist shutome ein typisch japanischer Ausdruck für den Schwertfisch, aber er wird überall in Hawaii verwendet. Dabei handelt es sich um eine Gruppe der großen "Billfish", die als Marlin oder Schwertfisch den offenen Ozean bewohnen. Sie werden locker bis 500 Pfund schwer und bilden das Grundgerüst vieler Fischrestaurants. Ihre Filets eignen sich gut zum Braten, Grillen oder Dünsten.

Hebi
(= spearfish). Dieser Fisch ist außerhalb von Hawaii wenig bekannt,   weil er nur in tropischen Gewässern gefangen wird. Er wird auch   nicht kommerziell gefangen, sondern meist nur von Sportfischern, die   mit der Angel eigentlich Marlins oder Schwertfischen nachjagen.   Andererseits ist er auch oft bei den Berufsfischern zu finden, die   vornehmlich Thunfische in den Netzen haben. Die Filets werden in der   Regel gegrillt oder gebraten und schmecken ausgezeichnet.

Wenn Sie in einen Supermarkt einkaufen gehen, werden Ihnen diese Tafeln mit den Fischbezeichnungen begegnen:
Da die Fische ziemlich groß sind, werden in der Regel Filets daraus geschnitten. Sie werden begeistert sein: Es gibt keine Gräten und die Zubereitung vom Grill, aus der Pfanne oder gedünstet ist erstklassig.
Sonderwünsche in den Restaurants werden meist bereitwillig akzeptiert. Gewöhnen müssen Sie sich allerdings daran, dass kurz nach Ihrer Bestellung schon die Vorspeise serviert wird - und sofort danach das Hauptgericht. Das ist halt amerikanische Pionierzeittradition: Alles muss schnell gehen, damit jeder wieder an die Arbeit gehen kann und den Restaurantplatz für den nächsten frei macht. Verhindern können Sie das nur, wenn Sie zu Beginn lediglich die Vorspeise bestellen. Wenn diese dann serviert wurde, bestellen Sie erst den Hauptgang, dann kommt dieser zeitgerecht. Das akzeptieren die Kellner in den besseren Restaurants auch. Unüblich für die Hawaiianer   - und natürlich auch für alle Amerikaner - ist es, nach dem Essen am Tisch sitzen zu bleiben, sich zu unterhalten oder lediglich noch ein Getränk zu bestellen. Das macht man an der Bar.

Empfehlenswerte Restaurants in Hawaii mit Hawaiian Fusion oder Pacific Rim   Cuisine
Pacific Rim Cuisine in Oahu
In Oahu ist natürlich das Angebot am größten. Hier präsentieren sich vor   allem die Restaurants der Spitzenhotels mit einer hervorragenden Küche, die   keine Wünsche offen lässt. Das gilt im Übrigen für die anderen Inseln   gleichermaßen. Allerdings sind die Preise auch entsprechend hoch. Für die   Vorspeise zahlen Sie 10...25$, für das Hauptgericht 20...60$ und das Dessert    10...15$, sodass Sie mit einem Getränk locker 100$ los werden können. Dabei   sind Steuern (4,166%) und das obligatorische Trinkgeld (inzwischen mindestens 18%) noch   nicht mitgerechnet.
Eine besondere Restaurantempfehlung für diese Kategorie möchte ich nicht   geben, sondern nur einige Tipps zu den eigenständigen Restaurants, die die gleiche Qualität bieten.
Übrigens sollten Sie möglichst vorher anrufen und einen Tisch reservieren.   Sonst kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie 20-40 Minuten warten müssen. Die Amerikaner essen früh zu Abend und besonders zur Zeit des Sonnenuntergangs zwischen 17:30 - 18:30 Uhr sind die Plätze dann oft ausgebucht.
Zu den großen Könnern in Waikiki gehören zweifellos Alan Wong´s  Restaurant auf der King Street, Keoni bei Keo´s und Sam Choy´s Diamond Head. Ganz nett sind auch   die Atmosphäre und das Essen in der
Brew Moon Microbrewery im Ward Center. Nicht vergessen darf man auch nicht   den Mitbegründer der Hawaiian Fusion, Roy Yamaguchi, der in Oahu 3   Restaurants besitzt. Er hat schließlich mit seinen 31 Restaurants, die er   inzwischen weltweit betreibt, diese Küche weltbekannt gemacht. Leider geht   es dort immer sehr laut und geschäftig zu, wie wir das jetzt wieder erlebt haben. Das ist schade, denn das Essen selbst ist gut. Ähnlich ist das bei Duke´s auf der Kalakaua Ave, aber wenn man im Freien sitzt, kann man das akzeptieren.
Ein neuer Stern ist mit Chef Chai in Oahu aufgegangen. Wir waren total begeistert in seinem Restaurant auf dem Kapiolani Boulevard und erstaunt über die moderaten Preise. Die sind natürlich im Jahre 2022 nicht mehr so, sondern deutlich gestiegen. Inzwischen hat Chef Chai ein neues Restaurant im Courtyard by Marriott Waikiki Beach eröffnet. Das liegt auf der Royal Hawaiian Ave und heißt jetzt "Kalo Hawaiian Food by Chai´s".
Es gibt übrigens im Royal Hawaiian Center auf dem Level 3 ein   5-Sterne-Gourmet Buffet, das hervorragend ist. Es heißt auch so: "Five Star   International Buffet". Senioren ab 60 bekommen 15% Rabatt. Mittags kostet   das Buffet 19$ und abends 48$. Probieren Sie es aus! Eine besondere   Empfehlung für Oahu zu geben, ist sehr schwer. Natürlich bieten die großen   Hotels "Fine Dining" an und zeigen Spitzenleistungen, verlangen aber auch   Spitzenpreise. Wer die bezahlen will, bekommt im "Hoku´s im Kahala Resort,   im Hilton Hawaiian Village oder im Chai´s Island Bistro im Aloha Market   Place Tower hervorragende hawaiianische Kreationen wie nirgendwo sonst auf   dieser Welt.
Einer der Mitbegründer der "Pacific Rim Cuisine", Peter Merriman, hat sich   inzwischen auch in Oahu mit der Moku-Kitchen und dem Monkeypod   niedergelassen, wobei sein neuestes Restaurant in Ko´Olina im Oktober   2016 eröffnet wurde. Er gehört zweifellos zu den großen Namen der   hawaiianischen Küche und ein Besuch seiner Restaurants ist jeden Dollar   wert, den Sie dort lassen. Allerdings haben wir auch die   Erfahrung gemacht, dass alle seine Monkeypod Kitchen Restaurants auf den   verschiedenen Inseln zu Massenbetrieben geworden sind.
Nun haben sich die Zeiten etwas geändert und seit der Pandemie und der beginnenden Inflation in den USA  sind alle Restaurantpreise stark angestiegen. So ist es erfreulich, dass einige Restaurants mit hervorragender typischer hawaiianischer Küche empfohlen werden, die durchaus akzeptable Preise haben. Hier ein Beispiel:

Das Hideout at the Laylow liegt auf der Kuhio Ave mitten im Zentrum von Waikiki und ist das Restaurant des Marriott-Laylow Hotels. Es befindet sich oberhalb der Lobby mit Innenplätzen und Terrassenplätzen. Die Speisekarte ist recht interessant und die Preise sind erschwinglich:
Inzwischen haben wegen der Pandemie schon viele Restaurants am Montag und Dienstag geschlossen. Weiterhin zeigt sich die Tendenz zu einer hawaiianischen Küche, die preiswerter und nicht so aufwändig ist. Mir wurden immer wieder die Restaurants in Chinatown von Honolulu genannt, die als Kombination von koreanischer, japanischer und chinesischer Küche in der Tat ein gutes Beispiel für "Hawaiian Fusion" sind. Vielleicht sollten Sie einmal das hochgelobte "The Pig and the Lady" besuchen oder auch "Piggy Smalls". Sie werden begeistert sein. Außerdem gibt es fantastische Streetfood dort.
Wenn Sie sich für die Pacific Rim Cuisine in Honolulu interessieren, lesen Sie doch einmal den Artikel von Molly Beauchemin "Honolulu’s Best Restaurants: 25 Amazing Places to Eat".
Pacific Rim Cuisine in Maui
Mahi MahiIn den letzten Jahren haben viele Köche die   Pacific-Rim-Cuisine kopiert und teilweise recht interessante Kreationen hervorgebracht. Sie sollten in jedem Fall einmal das Pacific´O in Maui besuchen. Reservieren Sie einen Tisch zum Sonnenuntergang kur vor 6 Uhr abends und Sie werden begeistert sein. Nach meiner Meinung ist es die beste Gelegenheit für eine Begegnung mit der Pacific Rim Cuisine. Sehr kreative Gerichte finden Sie auch bei Roy´s, der inzwischen mit vielen Restaurants auf den Inseln vertreten ist. Leider sind alle zum Massenbetrieb geworden, was sich vor allem in der Hektik und in der Lautstärke bemerkbar macht. Am schlimmsten ist es im Roy´s Kaanapali, das im Februar 2012 eröffnet wurde. Seit dieser Zeit waren wir jedes Jahr dort mehrmals zum   Abendessen. An der Bar liefen immer vier Fernsehgeräte gleichzeitig mit verschiedenen Programmen und der Geräuschpegel von den  266 Gästen war fast unerträglich. Schade, denn   das Essen ist immer noch sehr gut, die Weinkarte interessant und das Chocolate Soufflé umwerfend gut. Tommy Bahama´s versucht sich auch einem Restaurant in Maui, das aber nicht so gut ist wie seins  auf Big Island. Hier in Maui schafft er nicht den  richtigen hawaiianischen Touch. Peter Merriman hat nach der Eröffnung der   Niederlassung in Kapalua, die großen Erfolg hat (aber teuer ist), nicht nur ein weiteres   "Monkeypod-Kitchen" in Wailea eröffnet, sondern mit dem dritten   Restaurant dieser Art im Whaler´s Village auch noch eins draufgesetzt.. Sansei ist  inzwischen auch in Kapalua vertreten und bietet eine hochwertige Küche an. Die   Preise sind allerdings auch stark angezogen und der individuelle Service ist   auch nicht mehr der, der er früher war. Alles ist sehr geschäftig und laut   geworden, weil das Restaurant immer voll und gut besucht von japanischen Touristen ist.
Buzz´s Wharf in Ma´alaea  auf Maui galt früher als guter Tipp für die   berühmten "Tahitian Prawns". Leider hat das Restaurant wie viele andere auch dicht gemacht. Schade! Ebenfalls gab es in Ma´alaea das schöne Waterfront Restaurant, nach der Schließung hatte sich an seiner Stelle das "Saltimbocca" direkt oberhalb des Hafens auf der Harbor Mall leider nur ein Jahr lang gehalten und der Nachfolger hat mit dem Ocean Restaurant ebenfalls kein Glück gehabt. Wir waren sehr enttäuscht, als wir 2019 nur noch leere Räume vorfanden. Im November 2022 fanden wir in diesen Räumen das "Tante´s Fishmarket Restaurant" vor, das aber einen Fast-Food-Eindruck machte.
Außer den beschriebenen Restaurants gibt´s natürlich noch jede Menge in und um Lahaina. Allerdings sind dort die Preise durch die Touristen verdorben worden. Speisekarten mit Preisen finden Sie in den beiden Menu- and Dining - Guides, die an allen Info-Ständen ausliegen. Whalers Village in Kaanapali ist ein lukullisches Zentrum mit vielen guten Restaurants. Neue Hotelanlagen bringen natürlich auch neue Restaurants mit sich; oft sind diese jedoch sehr  unpersönlich und bieten nur amerikanische Standardküche. Am Kaanapali-Strand ist das "Huihui" Restaurant neu eröffnet worden und hat sehr gute Kritiken. Allerdings muss man mit ziemlichem Andrang und vielen Vorreservierungen rechnen.
Das ist auch im  "Duke´s Beach House" im Honua Kai Resort in North Kaanapali der Fall. Wir mussten im November 2022 drei Tage im voraus einen Tisch reservieren. Es bietet eine sehr gute Hawaiian Fusion Cuisine in luftigem Ambiente bei nicht überhöhten Preisen an. Leider hat der Service wie  in fast allen Restaurants seit der Pandemie auch im "Duke´s" stark nachgelassen. Es gibt kein Brot mehr zum Empfang, auf dem Tisch sind keine Salz- und Pfeffermühlen mehr, die Speisekarte besteht nur noch aus einem laminierten Blatt und der Coupon für einen kostenlosen Hula Pie beim nächsten Besuch ist auch gestrichen worden. Den können Sie allerdings mit einem kleinen Trick dennoch bekommen, wenn Sie bei der Anmeldung angeben, dass Sie Geburtstag feiern. Die Portionen sind kleiner und teurer geworden. Sollte Ihnen das Restaurant und das Essen trotzdem gefallen, können Sie ja auch die anderen Restaurants mal besuchen, die zu dieser TS-Kette gehören: "Leilani´s on the Beach", "Kimo´s" und den "Hula Grill". In Lahaina machten in den letzten Jahren 3 Restaurants viel von sich reden, die nebeneinander liegen: Das "Mala", das   "Honu" und "Frida´s". Man sitzt am Ende der Front Street gegenüber der Cannery Mall direkt am Meer und hat einen schönen Blick auf Lanai gegenüber. Die Küche ist gut, die Weinkarte umfangreich und die Preise sind hoch. Wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass die beiden Küchenchefs Mark und Judy Ellman zu den Gründern der Pacific Rim Cuisine gehörten und ihren Namen auch entsprechend vermarkten wollen.
Wir besuchten am 11. Novembern 2022 das Restaurant:

Meine Frau wählte den  "Ahi Poke", eine  typische hawaiianische Vorspeise. Das ist in Würfeln geschnittener Thunfisch, der roh in einer Marinade serviert wird. Auf dem Foto sehen Sie die Creation vom Honu-Restaurant (Ahi Poke - Avocado - Inamona - Sesame - Shoyu - Chives - Ogo served on  Wonton-Chips with Lemon-Pressed Olive Oil) zum Preis von 26 Dollar.
Ich entschied mich für den "Fresh-Fish", der in sämtlichen Restaurants von Hawaii in vielerlei Variationen angeboten wird:

Auf dem Foto sehen Sie den "Fresh Fish Dore Style", das ist an diesem Tag ein Mahimahi (eine Goldmakrele), Quinoa - Sauteed Vegetables- Preserved Lemon Caper Beurre Blanc - Pomegranate) für 50 Dollar. Die Zeiten, in denen man einen Fisch als Hauptspeise für 25 oder 35 Dollar bekam, sind längst vorbei. Die Preise dafür liegen in den Restaurants mit gehobener Küche alle zwischen 40 und 50 Dollar. Nähere Hinweise zu den Preisen finden Sie im nächsten Kapitel.
Ein kleines Trostpflaster war im Herbst das "SeaHouse" in Napili mit immer noch kreativer und schmackhafter hawaiianischer Küche. Der Restaurantchef des Restaurants im Napili Kai Resort ist 2022 nicht ohne Grund als "Best Chef of Maui" ausgezeichnet worden. Die Preise sind moderat gestiegen, der Service ist einwandfrei und die Live Music gibt es obendrein. Leider ist es ziemlich laut dort, weil es immer voll ist. Für einen Tisch draußen muss man sich lange vorher anmelden.
Nicht zu vergessen ist "Mama´s Fish House" in Ho´okipa. Für viele ist es das beste Restaurant In Maui überhaupt. Die Küche ist in der Tat excellent, die Preise sind es aber auch. Man sitzt sehr schön am Meer in einem hawaiianischen Ambiente. Anmelden sollten Sie sich unbedingt, sonst müssen Sie mit 45-60 Minuten Wartezeit rechnen.

Pacific Rim Cuisine in Big Island
Auf Big Island betreibt  Roy´s ebenfalls ein Restaurant bei den King´s Shops am Waikoloa Beach. Alles, was Sie   bestellen, ist super, aber es ist unterkühlt und der Geräuschpegel im Restaurant ist unerträglich. Schöner sitzen konnte man bis Ende September 2014 im Merriman´s Market Café unter freiem Himmel. Inzwischen ist dort A-Bay´s eingezogen, das mit Darcy Ambrosio einen berühmten Besitzer hat, der in vielen 5-Sterne-Hotels  gearbeitet hat und die Pacific Rim Cuisine beherrscht. Die Qualität der Speisen und auch der Service haben nachgelassen, weil offensichtlich Personalmangel besteht. Man kann keine telefonische Reservierung mehr vornehmen, sondern es wird alles nach "Walk-in" entschieden. Das ist auch gegenüber bei "Foster´s Kitchen" der Fall, sodass hier immer eine Warteschlage steht. Peter Merriman ist natürlich immer noch Spitze mit seinem Restaurant in Waimea, obwohl er  sich inzwischen von der Insel zurückgezogen hat und  seine Aktivitäten auf neue Restaurants in Kauai und Maui verlagert hat. Als erstklassige Adresse für Pacific Rim Cuisine darf man das "Manta" nicht vergessen. Das ist  das Hotelrestaurant vom Mauna Kea Resort - zwar sündhaft teuer, aber eben mit einem Küchenchef, der zwei Michelinsterne hat..
Tommy   Bahama´s betreibt mit großem Erfolg ein Tropical Café an den Shops at Mauna Lani. Das Restaurant ist immer ausgebucht, weil die anderen Restaurants an den Shops dicht gemacht haben. Vielleicht etabliert sich dort wieder jemand. Die Insel Big Island ist kulinarisch stark im Kommen. Ansonsten gibt es dort gute und preiswerte amerikanische Küche. Auch Huggo´s in Kona ist durchaus zu empfehlen - einen besseren Platz zum  Sonnenuntergang finden Sie kaum. Hervorragend sind die Küchen der  Luxushotels an der Kohala Küste, allerdings bei entsprechenden Preisen. Das Bamboo Restaurant in Hawi   hat eine besuchenswerte authentische hawaiianische Küche, zumal es dort die berühmte Lilikoi-Margarita gibt  Die sollten Sie probieren! Leider müssen Sie dafür einige Meilen Fahrstrecke in Kauf nehmen.
Wenn Sie wirklich einmal romantisch bei Sonnenuntergang essen und genießen wollen, was die  hawaiianische Küche in höchster Qualität zu bieten hat, sollten Sie   "Brown´s Beachhouse" im Fairmont Mauna Lani Hotel besuchen. Leider waren wir bei unserem Besuch im Oktober 2022 ziemlich enttäuscht, weil es in allen Bereichen abgespeckt hat und die Preise trotzdem noch erhöht hat. Wir teilten uns einen Salat als Vorspeise, weil es uns sonst zu viel wurde. Dafür wurde uns eine "Splitting-Fee" von 7$ in Rechnung gestellt. Das fanden wir ziemlich unerhört bei den sonst schon enormen Preisen. Ein Bier kostet 10$!. Ähnlich überhöht sind auch die Preise im benachbarten "Canoe House" des Mauna Lani Hotels, das jetzt zur  Auberge Resorts Collection gehört und nach dem Umbau seine Preise nochmals angezogen hat. Das Ambiente ist sehr schön und der Blick aufs Meer beim Sonnenuntergang fantastisch, aber das rechtfertigt nicht die hohen Preise.
The Blue Room Big IslandSchade, dass es "The Blue   Room" nicht mehr gibt, das sich als kleines Bistro in der Fußgängerzone der "Shops at   Mauna Lani" für einen Drink oder ein Abendessen anbot. Das   fantastische Lobstercurry kostete zwar nicht wie im Vorjahr 24 $, aber auch für 27 $ waren wir begeistert von diesem Gericht, das im   Preis-Leistungsvergleich von keinem Spitzenrestaurant zu schlagen war. Dazu   ein hervorragender freundlicher Service, der ebenfalls beispielhaft war und eine ausgezeichnete Weinkarte.
Sie können sich unsere Enttäuschung vorstellen, als wir im   September 2018 vor geschlossenen Türen standen, obwohl das Restaurant noch   im Island-Guide verzeichnet war. Das ist wieder ein typisches Zeichen   für den schnellen Wechsel der Restaurants in Hawaii.
Auch "Peles Wok" , das an dieser Stelle die Nachfolge angetreten hatte, ist verschwunden. Das   Restaurant hatte uns im Oktober 2019 gut gefallen, weil man schön im Freien   sitzt und eine ordentliche chinesische Bistrokarte mit einem erstaunlichen   Weinangebot bekommt. Unser Erstaunen wird noch größer, als am   Nachbartisch eine Conundrum Literflasche für 60 $ im Eiskühler serviert wurde. Das ist schließlich unser Lieblingswein in Hawaii, weil er so gut zu   der Pacific-Rim-Cuisine passt. Wegen des fehlenden Publikums während der Pandemie musste er schließen und betreibt jetzt nur noch in Waikoloa Village ein italienisches Restaurant mit dem Namen "Pueo’s Osteria", das hohe Anerkennung genießt. Leider standen wir im Oktober 2022 auch dort vor geschlossenen Türen.
Wie er haben viele Küchenchefs und Restaurantchefs aus den renommierten Hotels inzwischen ihre eigenen kleinen Bistros eröffnet. So auch der ehemalige Chefkoch vom Brown´s Beach House, T. Keosavang, der 2011 sein eigenes kleines Restaurant in Kailua Kona eröffnet hatte und in seinem "Lemongrass Bistro" am Queens Marketplace in Waikoloa Beach hawaiianische Spezialitäten mit asiatischem Touch anbot. Er musste schließen und hat nur noch sein  "Noodle House" in Kona, von dem wir allerdings ziemlich enttäuscht waren. Nicht enttäuscht  hat uns dagegen das Sansei am Queens Marketplace in Waikoloa Beach. Großen Zulauf hat auch Jackie Rey´s Ohana Grill in Kona und in Hilo. Das ist ein Geheimtipp. Die hawaiianische Küche ist preiswert und gut, seine Weinkarte hervorragend. Von Sam Choy´s in Keauhou waren wir total enttäuscht, wo er doch als  einer der Begründer der Pacific Rim Cuisine dort das Kai Lanai Restaurant betreibt. Alles war nur Massenbetrieb, mäßige Bedienung und mäßige Qualität. Ein Highlight war das "Napua" Restaurant im Beachclub des Mauna Lani Resorts. Es ist teuer und nicht leicht zu finden am Ende des South Kaniku Drives in Waikoloa Beach, aber einen Besuch ist es allemal wert.
Pacific Rim Cuisine in Kauai
Auf Kaua´i befinden sich am Kalapaki Beach die beiden etablierten Restaurants "Duke´s" und "Portofino", die sehr gute hawaiianische Küche anbieten. Wir waren völlig erstaunt, als wir den Chef persönlich an der Empfangstheke antrafen, der unsere Reservierung für den nächsten Tag annahm, weil er an diesem Abend alles ausgebucht war. Am nächsten Tag trafen wir ihn an, wie er abräumte, neue Tische eindeckte und beim Servieren half. An der Tür stand ein Schild, dass Warten keinen Zweck hätte, weil er ausgebucht sei. Duke´s wurde 2018 von den Einheimischen als  bestes Restaurant der Insel gewählt. Das wissen viele Amerikaner und treffen sich dort gern, was man schon an den lautstarken Gesprächen merkt, die bis auf die Straße dringen. "Duke´s" hat keine Personalprobleme, denn es laufen unzählige Kellner und Serviermädchen durch das geschäftige Restaurant. Die Qualität ist ordentlich, die Preise sind nur mäßig gestiegen und es gibt noch eine "Saladbar" wie in alten Zeiten in amerikanischen Family-Restaurants. Man muss auch hier sehr früh einen Tisch reservieren, wenn man einen schönen Platz in dem riesigen offenen Holzbau haben will.
Gegenüber in der Harbor Mall  ist übrigens ein preiswerter Mexikaner, bei dem Sie sich mit typischen mexikanischen Gerichten und Getränken verwöhnen lassen können. Sein Restaurant heißt "Mariachi´s Authentic Mexican Cuisine" und hat den 2. Platz bei den Einheimischen erreicht als bestes mexikanisches Restaurant,  während Monico´s Taqueria in Kapaa das Rennen gemacht hat. Bei beiden haben wir die Fajitas probiert, fanden die von Mariachi´s aber deutlich besser. Leider gibt es das "Tortilla Republic" in Poipu nicht mehr, das darin einsame Spitze war.
Zwei Tipps möchte ich von dieser Insel an Sie weitergeben, weil ich immer wieder viele Einheimische getroffen habe, die darauf schwören, dass die Küche gut und preiswert ist: "The Bull Shed" in Kapaa. Ich kann bestätigen, dass das Essen sein Geld wert ist. Die Zeiten sind zwar vorbei, als es dort noch  ein richtig gutes Pfeffersteak samt Salad Bar für 24.95$ gab. Inzwischen (Oktober 2022) kostete es leider schon 43$, die Saladbar wurde gestrichen und die Baked Potato wurde mit 3$ extra berechnet. Am Grill sind die Köche aber erstklassig. Das bezieht sich auch auf die Fischfilets und die riesigen Lobster. Raffinierte Saucen dürfen Sie dazu nicht erwarten. Die Einheimischen schwören jedoch darauf und erhoben das Restaurant zur Nr.1 bei Steaks und zu Nr. 2 bei  den Restaurants überhaupt. Die Portionen sind  groß und jeder Zweite geht mit einem "doggy-bag" nach Hause. Da man inzwischen auch draußen auf der Terrasse am Meer speisen kann, ist die Location noch interessanter geworden.
Der zweite Tipp bezieht sich auf "Hukilau Lanai", das ist das Restaurant, das zum Kauai Coast Resort in Kapaa gehört. Es bietet eine schmackhafte hawaiianische Küche an, deren Fischspezialitäten täglich wechseln und kreativ sind. Für 25 - 43$ bekommen Sie neben dem Hauptgericht auch einen Salat oder eine Suppe dazu sowie Focaccia-Brot mit Olivenöl und Balsamico. Leider hat sich herumgesprochen, dass nicht nur "Wally´s Salad", sondern auch die kreative Küche des Besitzers und Küchenchefs so hervorragend ist. Daher müssen Sie unbedingt vorher reservieren. Am besten schon mehrere  Tage vorher. Interessant ist auch die Weinkarte, denn es werden 30 Weine für jeweils zwischen 25 und 35$  angeboten, die gut zur hawaiianischen Küche passen. Man sitzt ausgezeichnet auf der Terrasse und wird freundlich bedient.
Kapaa hat sich gut entwickelt, was die Restaurants angeht. In Poipu liegen Roy`s und das Beach-House seit Jahren in der Gunst der Feinschmecker vorn. Dazu hat sich noch das "Red Salt" hinzugesellt. Das hat zwar ziemlich hohe Preise, aber allerorten von den Restaurantkritikern hohe Bewertungen bekommen. Das dazugehörige Hotel ist sogar die Nr.47 der besten Hotels Amerikas.
Wenn sie einen schönen Sonnenuntergang beim Abendessen genießen wollen, sollten Sie einen Tisch um 17:30 Uhr im Beach House reservieren. Das hochpreisige Restaurant ist von den Einheimischen als Nummer 3  der besten Restaurants der Insel eingestuft worden. Alles ist ausgesprochen lecker dort.
Im Norden von Kauai gibt es als besonderen Tipp noch das "The Bistro" in Kilauea. Die Küche ist hervorragend und das Boston Lager vom Fass auch.
Gourmets sollten sich die aktuelle Ausgabe des "Kauai Menu- and Dining-Guide" besorgen. Den gibt es im Übrigen auch online. Schauen Sie doch mal rein. Schon beim Durchblättern werden Sie Appetit bekommen. Leider scheint auch bei der Redaktion die Corona-Krise nicht spurlos vorübergegangen zu sein, denn im November 2022 wurde uns immer noch die Ausgabe von 2020 vorgelegt.
Dass Kaua´i sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, merkt man auch daran, dass viele Restaurants in den amerikanischen Reiseführern Top-Beurteilungen bekommen haben. Und Po´ipu hat viele Attraktionen hinzugewonnen. Da um Po´ipu eine komplett neue Community mit vielen Luxusvillen entstanden ist, hat sich die erforderliche Einkaufslandschaft in Form des Kukui´ula Villages bereits etabliert.
Das ist dasselbe Prinzip wie bei Merriman´s: Der hat auch   unten eine preiswerte Burger- und Pizza-Küche, während er oben in der ersten   Etage in luftiger Höhe hervorragende Fischkompositionen anbietet. Die wurden   sogar 2017 mit dem 1. Platz  unter den besten Fischrestaurants der   Insel belohnt.
Kukui´ula KauaiNebenan   betreibt  das Dolphin Fishmarket Restaurant aus Hanalei eine Zweigstelle und kommt beim Publikum gut an. Hier habe ich den besten Opah auf der Insel   gegessen. So ist im Kukui´ula Village ein regelrechtes "Futterzentrum"   entstanden, an dem abends viel los ist. Es hat dem Poipu Village sehr viel   weggenommen, das nun langsam ausstirbt. Lediglich "Keoki´s Paradise" ist noch da und immer noch sehr beliebt. Schließlich gehört es zu der Gruppe der "TS-Restaurants", die hervorragend gemanagt werden und wie das "Duke´s" ordentliche Qualität zu nicht überhöhten Preisen anbieten. "Roys" ist aus der direkten Nachbarschaft von dort verschwunden und in das Kukui´ula Village umgezogen. Sein neues Restaurant "The Eating House 1849" auf der   oberen Etage vom Dolphin Restaurant wirbt mit Plantation Cuisine aus der   Vergangenheit von Hawaii. Mir hat es nicht gefallen, weil es mit seinen   blank gescheuerten Tischen und Picknick-Bänken eine Wartehallenatmosphäre   verbreitet. Alles ist laut, geschäftig und nicht gemütlich. Man sitzt zwar   luftig, aber im Durchzug. Das ist auch der Fall im neuen "Lanai-Restaurant und Bar" mitten in der Fußgängerzone, das als Außenstelle des Living Foods Market eröffnet wurde. Es hat Bistro-artigen Charakter und ist etwas für Snacks und einen Happy Hour Drink. Für ein gemütliches Abendessen sind die anderen Restaurants wesentlich interessanter.
Dadurch, dass Longs Drugs noch einen Supermarkt eröffnet hat, ist jetzt viel mehr los in dem Geschäftszentrum. Im Oktober 2022 war es jedenfalls wegen der Pandemie-Folgen noch geschlossen. Durch verschiedene   Veranstaltungen, den Farmers´ Market und Musikvorführungen versucht man, das Kukui´ula Village noch etwas attraktiver zu machen.
Jo2 Restaurant KauaiAuf der Kilohana-Plantation, einer alten Zuckerplantage aus den 30er Jahren   in der Nähe von Lihue ist es bei "Gaylords" deutlich ruhiger, weil man   wunderbar entspannt unter den Arkaden des alten Herrenhauses speisen und die   tropische Atmosphäre genießen kann. Das ist auch etwas für einen   ausgedehnten Brunch am Sonntagmorgen. Die Einheimischen haben das Restaurant oft in den letzten Jahre3n für den Besten Brunch der Insel gekürt. Wir haben es im Oktober 2022 mehrere Male besucht und waren erstaunt über das immer noch gute Preis-Leistungsverhältnis bei dem hohen Qualitätsanspruch im Vergleich zu den anderen Restaurants in Kaua´i. Für 37$ gab es einen sehr kreativen Ono in der schwarzen Sesamkruste auf Ingwer-Jasminreis, dazu Lomi-Lomi-Reis mit frittierter Avocado, alles zusammen in einer scharfen chinesischen Senfbutter. Das war wirklich ein Gedicht! Wir haben auf den Inseln schon oft Ono gegessen, aber so toll zubereitet war er noch nie.
Und hier als Tipp eines meiner Lieblingsrestaurants für Kapaa:
Jean Marie Josselin hat vor einigen Jahren einen neuen Gourmet-Tempel in Kapaa, seiner alten Heimat, eröffnet. Das unscheinbare Restaurant mit der Spitzenküche  von Jean Marie Josselin am Kuhio Highway in Kapaa heißt "Jo2 - Natural Cuisine" und liegt etwas versteckt im hinteren Bereich des Kuhio   Highways. Als wir im November 2019 mehrere Male dort gegessen hatten, konnten wir gar nicht glauben, dass  er gar keine Reklame in den Broschüren macht, denn das Essen, das er anbietet, ist unglaublich kreativ und lecker. Die Portionen sind übersichtlich, aber die Preise liegen auch nicht höher als bei den anderen Restaurants in Kapaa. Bei unseren Besuchen im Oktober 2022 hatte er noch einige Tische auf dem Bürgersteig draußen vor dem Restaurant installiert, um den vielen Reservierungswünschen gerecht zu werden.
Rechts im Bild die Vorspeise für 16 Dollar: Quinoa in einem Basilikum-Pesto mit Ziegenkäse und   hawaiianischem Fenchel - ein Gedicht -
Hier eine kleine Fotogalerie mit Gerichten von JO2:
Tipp für ein Luau: Wenn Sie auf den Inseln ein schönes "Luau"   besuchen wollen und keine Gelegenheit haben, das in Maui beim "Feast of   Lele" zu erleben, dann ist das "Luau Kalamaku" auf der Kilohana Plantage   in Kauai eine echte Alternative. Es ist nicht billig, zeigt aber in wunderschöner   Atmosphäre auf der alten Plantage traditionelle Hulas und hawaiianische   Gesänge. Das Dinner mit der Erdofen-Zeremonie ist ausgezeichnet und im Licht   der Sterne und Fackeln erleben Sie einen mystischen Feuertanz. Die   Einheimischen sind der Meinung, dass das Smith Family Garden  Luau am   besten ist und haben es mehrmals  zur Nummer 1 gewählt.          
Die Preise in den Restaurants auf Hawaii
Natürlich wollen Sie wissen, was die hawaiianischen Leckerbissen kosten.
Gegenüber den letzten Jahren sind die Preise gewaltig angestiegen. Während man eine Pizza vor zwei Jahren noch für 10 $ bekam und die Fast-Food-Ketten alles zu   ähnlichen Preisen wie in Deutschland anboten, kosten jetzt die   Hauptgerichte in den Restaurants durchweg 33 - 45$  und mehr (Nov. 2022). In  guten Restaurants werden das dann aber auch leicht 50 $ oder noch mehr. Auf der rechten Seite sehen Sie die Hauptgerichte von der Speisekarte des Honu-Restaurants in Maui. Die Preise sind vom November 2022.
Sogar im Bull Shed, einem sicherlich preiswerten Family-Restaurant in Kapaa,   wurde der Lobster vom Grill zwischen 48 und 56 Dollar angeboten - allerdings   auch 18-20 ounces groß, also 500 - 600 g. Zum Essen trinkt man gewöhnlich   Wasser (mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe), das überall kostenlos   serviert wird. Ein Glas Bier (0,33 l) kostet zwischen 6,50 $ und 10 $, je   nach Restaurant. Oft gibt es einheimisches Bier vom Fass, das kräftiger ist   und gut schmeckt. Die Biersorten der kleinen Hausbrauereien (Microbreweries)   sind sehr populär geworden. Viele Restaurants legen Wert auf eine gute   Weinkarte, weil diese bei den Bewertungen der Restaurants immer eine große   Rolle spielt. Für ein Glas Wein bezahlt man zwischen 9 $ und 16 $, manchmal auch 19 $ oder 25 $, wenn es sich um hochwertige Sorten handelt.   Die Preise für eine ganze Flasche der gängigen Sorten aus Neuseeland oder   Kalifornien sind normalerweise durchaus akzeptabel;   sie liegen zwischen 35 $ ...70 $ und natürlich auch noch höher. Allerdings   kommt es darauf an, was Sie gern trinken. Die Auswahl bezieht sich   vornehmlich auf Weine aus den USA; vielfach auch auf Australien oder Neuseeland. Außerdem ist meist ein deutscher Riesling mit auf der Karte.
Die Vorspeisen kosten durchweg zwischen 15 $ und 28 $; Brot und Beilagen müssen oft noch zusätzlich bezahlt werden - früher waren sie inbegriffen, inzwischen kaum noch anzutreffen. Hierzu muss man die Speisekarte genau studieren und sollte sich nicht scheuen, danach zu fragen.
Die Kellner in Hawaii erklären meist ziemlich ausführlich die einzelnen   Speisen, weil sie wissen, dass auch die Amerikaner vom Festland oft nichts   mit den hawaiianischen Namen und Zubereitungsarten anfangen können.   Achten Sie bei der Bestellung immer darauf, dass Sie zwischen Vorspeise und Hauptgang etwas Zeit eingeräumt haben möchten, sonst kommt beides superschnell - wenn nicht sogar gleichzeitig!
Wenn Sie anschließend gefragt werden, ob Sie noch einen Dessert möchten und   dies verneinen, kommt unweigerlich die Rechnung.
Trinkgelder in Hawaii
Der Nettobetrag auf der Rechnung ist bei vergleichbarem Standard, gehobener Küche und Währungsumrechnung nicht wesentlich höher als bei uns in Deutschland; dazu kommen allerdings Steuern von 4,17 % und die Bedienung von mindestens 15 %. Aus einem Abendessen für 2 Personen  mit einem Rechnungsbetrag von 87,50$ werden immer 100 $ und mehr. Das sieht dann schon anders aus als in Deutschland. Die Restaurants haben sich fast alle an die Zusatzleistungen während der Pandemie und an die Inflation der Energiepreise durch die Ukrainekrise angehängt und fleißig aufgeschlagen. Im Kleingedruckten findet man dann einen Aufschlag für die Küchenkräfte von 4% oder einen allgemeinen Servicebonus von 3%. Viele Restaurants sind sogar so clever, dass sie für die ausländischen Gäste einen Stempel auf die Rechnung setzen, der einen Vorschlag für ein Bedienungsgeld von 15%, 18% oder 20% enthält. Bei manchen Restaurants auch 22% oder 25%.15% und 18% sind schon fast illusorisch. Je nach Zufriedenheitsgrad wird der entsprechende Satz zur Zahlung empfohlen und erwartet. Moderne Kassensysteme drucken den Vorschlag bereits auf dem Rechnungsbeleg aus. Das entbindet dann den Gast von der Berechnung des Trinkgeldes und ist sehr bequem für ihn: Er braucht nur den vorgeschlagenen Betrag einzufügen. Das ist bei den neuen elektronischen Abrechnungen auf dem Smartphone auch so. Da die meisten Touristen den Betrag nicht überprüfen, wird einfach ein vorgeschlagener Preis angeklickt.
Allerdings ist noch ein raffinierter Stolperstein dabei: Der 18%ige Trinkgeldbetrag (oder höher) wird normalerweise vom Preis ohne die   ausgewiesene Steuer berechnet. Wenn Sie aber die Rechnung  bekommen und   zum Endpreis 18% hinzurechnen, liegen Sie eigentlich immer höher. Bei   größeren Rechnungen sollte man also durchaus genauer hinschauen. Das ist besonders wichtig, wenn die Beleuchtung schummrig ist. Selbst in Lahaina ist es uns wieder passiert, dass in der Rechnung 18% Bedienung  eingerechnet waren und unter der Rechnung immer noch eine Zeile für Trinkgeld markiert war. So etwas ist gierig, aber wahrscheinlich in   Touristenzentren nicht zu vermeiden.
Geheimtipp: Pacific Rim Cuisine in der Schweiz
Um die Pacific Rim Cuisine oder Hawaiian Fusion zu genießen, brauchen Sie gar nicht nach Hawaii zu fliegen, denn es gibt sie auch in Europa: In Zürich haben wir nämlich das Maori-Restaurant entdeckt. Weil wir während der Corona-Krise nicht in die USA einreisen konnten und unsere Hawaii Reise absagen mussten, haben wir uns als kleinen Ersatz eine Woche in Zürich gegönnt und dort zweimal das Maori Restaurant besucht. Vorher hatte uns schon die Speisekarte den Mund wässrig gemacht, die wir im Internet gefunden hatten. Es waren so viele hawaiianische Gerichte dabei, dass wir ganz gespannt auf das zu erwartende Gourmet-Erlebnis waren. Hier mein Eindruck von unseren beiden Besuchen:
Bei dem warmen Augustwetter gefiel uns sofort die Garten Oase vor dem Restaurant, die uns unter den Schatten spendenden Sonnenschirmen mit hawaiianischer Musik empfing. So bestellten wir uns als Aperitif einen MaiTai nach der Art von "Trader Vic´s". Das war schon einmal ein guter Auftakt, denn der Drink erinnerte uns an den MaiTai im Royal Hawaiian Hotel in Waikiki - wobei allerdings der Blick auf den Strand fehlte.
Aus der umfangreichen Speisekarte bestellte meine Frau als Vorspeise Traditional Ahi - das  war roher, gewürfelter Thunfisch an spicy Shoyu Marinade mit Wakame, rotem Ingwer, Mango, Avocado, Edamame, Quinoa, Salat-Gurken & Paprika-Topping. Dazu gab es Sushi Reis, auf den sie aber wegen der großen Portion verzichtete. Das war eine Gaumenfreude, die es in der Zubereitung und Präsentation durchaus mit einem Restaurant in Hawaii aufnehmen konnte. Ich hatte mir als Vorspeise die Fried Shrimps mit Sweet Chili Sauce ausgesucht und fühlte mich sogleich in das Duke´s Restaurant in Maui versetzt.
Hervorragend war die Hauptspeise, die uns von der freundlichen Kellnerin empfohlen wurde: „Beef and Reef“. Es wurden wirklich zartrosa gebratene Streifen vom Rinderfilet serviert zusammen mit Black Tiger Shrimps. Das alles auf einem Jasminreis mit einer asiatischen Sauce von schwarzem Pfeffer, garniert mit Broccoli, Knoblauch und Frühlingszwiebeln. Wir waren begeistert. Dazu gab es  Bier aus Hawaii und wir tranken jeweils eine Flasche Big Wave und Kona Longboard.
Bei unserem zweiten Besuch gönnten wir uns zum Abschluss noch als Dessert den berühmten „Hula Pie“, den wir von Duke´s in Hawaii kannten. Die Nachahmung war sehr beeindruckend. Wer es nicht kennt: Es ist eine hawaiianische Eistorte mit  Macadamia Nüssen, warmer Schokoladensauce und Sahne. Der Besuch hat sich wirklich gelohnt und wir werden mit Sicherheit noch einmal das Restaurant besuchen, wenn wir wieder in Zürich sind.
Hier ein paar Fotos:
Vielleicht möchten Sie das Maori-Restaurant einmal besuchen. Hier die Webseite: http://www.maori.ch/.
Weitere Hinweise und Internetadressen:

Hier geht´s  weiter, wenn Sie mehr von den anderen Inseln wissen wollen:
Kauai        Lanai         Big Island         Molokai         Oahu       Maui
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